FEIN / Unternehmen feiert in Bargau Richtfest am neuen Kompetenzzentrum für Elektrowerkzeuge

Aufbruchstimmung verbreitet

  • Rund 300 Gäste nahmen gestern bei Fein in Bargau den neuen Rohbau unter die Lupe.
Das erste Etappenziel ist erreicht. Gestern, knapp vier Monate nach dem ersten Spatenstich, hat der Elektrowerkzeughersteller Fein in Bargau Richtfest gefeiert. In Betrieb gehen soll das neue Kompetenzzentrum dort Mitte 2007.Volksfeststimmung auf dem Fein-Gelände in Bargau. Hunderte Gäste genießen die Sonne und lauschen dem Richtspruch. Danach geht es zum Schlemmen ins Festzelt. Richard E. Geitner, Vorsitzender der Fein-Geschäftsführung, informierte dort über den Baufortschritt und die aktuelle Situation des Unternehmens: Die bisherigen drei Standorte in Deutschland werden zusammen gelegt. Ab Herbst 2007 werden rund 470 Fein-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Bargau haben. Weltweit beschäftigt die Fein-Gruppe heute 840 Mitarbeiter, davon rund 600 in Deutschland.
Etwa 6700 Quadratmeter Fläche bietet das Kompetenzzentrum für Elektrowerkzeuge. Kostenpunkt: rund elf Millionen Euro. "Wir rücken Vertrieb, Entwicklung, Fertigung und Montage zusammen. Das verkürzt Entscheidungswege und schafft ein leistungsfähiges Entwicklungszentrum", sagte Geitner. Voraussichtlich ab Mitte 2008 sollen alle Funktionsbereiche von Fein, inklusive der Motorenfertigung und Montage, in Bargau vereint sein. Die Fein-Gruppe wird dann nur noch einen weiteren Produktionsstandort weiterführen. Und zwar den des Spezialhersteller Grit in Dänemark. Fein hat Grit im August 2005 übernommen. Grit fertigt stationäre, modulare Bandschleifmaschinen für Edelstahl, zum "Heavy-Duty-Schleifen", Entgraten und Polieren.
Fein habe in den vergangenen Jahren stets zweistelliges Umsatzwachstum erzielt. "Im ersten Halbjahr 2006 wurde diese positive Entwicklung fortgesetzt, gar beschleunigt", freute sich Geitner.
Dies freute auch Gmünds Oberbürgermeister Wolfgang Leidig. In seinem Grußwort gratulierte er und dankte für den Invest, den er als klares Standortbekenntnis für Gmünd wertet. Der Neubau sei architektonisch geglückt. Die anstehende Fein-Zentralisierung in Bargau habe die Stadt gerne flankiert: "Wir haben in Bargau ein neues Baugebiet ausgewiesen. Wir wollen alles tun, damit sich die Neubürger hier in Bargau und Gmünd wohlfühlen", versprach er.
Sichtlich wohl fühlt sich bereits der leitende Architekt Jörg Mieslinger vom Stuttgarter Büro WMA mit seiner Aufgabe hier. "Trotz einiger Wetterkapriolen läuft alles sehr gut. Die hier Beschäftigten leisten prima Arbeit", bedankte er sich. Mehr und mehr zeige sich: "Wir haben in den Fragen der Umsetzung die richtige Wahl getroffen."

© Wirtschaft Regional 23.09.2006 00:00
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