HALBJAHRESBILANZ / Hartmann Gruppe legt Zahlen vor

Bewährt im Markt

Mit einem Plus von 1,8 Prozent setzte die Hartmann Gruppe nach Angaben des Unternehmens das "organische Umsatzwachstum" im ersten Halbjahr 2006 fort, dies insbesondere in den medizinischen Kernsortimenten. Infolge der Veränderungen im Beteiligungsportfolio gingen die Umsatzerlöse gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um 2,5 Prozent auf 607,1 Millionen Euro zurück. Trotz weiter verschärfter Rahmenbedingungen in den Gesundheitsmärkten sowie gestiegener Rohstoffpreise bei rohölbasierten Vorprodukten habe das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verbessert werden können. Die Hartmann Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2006 Umsatzerlöse in Höhe von 607,1 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen im Beteiligungsportfolio konnten um 1,8 Prozent gesteigert werden, obwohl sich die Marktsituation durch den starken Wettbewerb und rückläufige Verkaufspreise infolge staatlicher Regulierungsbemühungen weiter verschärft habe, erklärt das Unternehmen in seiner Halbjahresbilanz.
In den medizinischen Kernsegmenten verzeichnete die Hartmann Gruppe ein Umsatzplus von 3,6 Prozent. Das mit Umsatzerlösen in Höhe von 232,1 Millionen Euro umsatzstärkste Segment "Inkontinenzmanagement" wuchs gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent. Im Segment "Wundmanagement" konnten die Umsatzerlöse um 4,6 Prozent auf 183,4 Millionen Euro gesteigert werden. Im Segment "OP-Management" lagen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2006 bei 83,6 Millionen Euro; dies entspricht einer Steigerung von 3,8 Prozent.
Die Umsatzerlöse bei den sonstigen Konzernaktivitäten gingen infolge von strategiebedingten Desinvestitionen (Markengeschäft Babywindeln, Arzt- und Krankenhausgeschäft der Sanimed) um 23,3 Prozent auf 108,0 Millionen Euro zurück.
Der Anteil der medizinischen Kernsortimente am Gesamtumsatz hat sich auf 82,2 Prozent weiter erhöht.
Während das operative Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2006 um 2,8 Prozent auf 17,5 Millionen Euro gesteigert werden konnte, ging das operative EBIT um 12,9 Prozent auf 30,5 Millionen Euro zurück. Die Ergebnisanalyse zeige einen erheblichen Druck auf die Margen durch rückläufige Verkaufspreise aufgrund staatlicher Regulierungen sowie höhere Rohstoffpreise besonders bei rohölabhängigen Vorprodukten wie Folien und Vliesen.
Das EBIT war im ersten Halbjahr 2005 durch positive Sondereffekte aus Desinvestitionen in Höhe von 5,7 Millionen Euro beeinflusst. Beim Konzernergebnis betrug dieser Effekt 5,6 Millionen Euro. Da im Jahr 2006 bisher keine Sondereffekte angefallen sind, ging das EBIT um 10,2 Millionen Euro auf 30,5 Millionen Euro und das Konzernergebnis um 5,2 Millionen Euro auf 17,5 Millionen Euro zurück.
Die Eigenkapitalquote blieb mit 46,0 Prozent nahezu unverändert. Zum 30. Juni 2006 lag die Nettoverschuldung der Gruppe bei 155,4 Millionen Euro. Gegenüber Dezember 2005 bedeutet dies einen investitionsbedingten, geringfügigen Aufbau von 5,5 Millionen Euro.
Am 30. Juni waren 8 845 Mitarbeiter in der Hartmann Gruppe beschäftigt. Der Rückgang um 269 Beschäftigte gegenüber dem 31. Dezember 2005 betrifft im Wesentlichen Produktionsbereiche im Ausland. In den marktnahen Funktionen Marketing und Vertrieb wurde die Zahl der Mitarbeiter erhöht. 62,3 Prozent der Beschäftigten sind in ausländischen Tochtergesellschaften tätig.
Die Hartmann Gruppe erwartet für das laufende Jahr Umsatzerlöse auf Vorjahreshöhe - vorausgesetzt, dass keine unvorhersehbaren, negativen Einflüsse auftreten.
© Wirtschaft Regional 22.08.2006 00:00
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