Kammer sieht Hoffnungen enttäuscht

Pandemie II Die IHK hatte sich von den Berliner Entschlüssen mehr erhofft – und fordert erneut „klare Öffnungsperspektive“.

Heidenheim. Noch vor wenigen Tagen hatte die IHK in Heidenheim eine Resolution verabschiedet, in der sie sich von der Regierung eine Öffnungsperspektive für die vom Lockdown betroffenen Branchen erhofft hatte. „Die jüngsten Beschlüsse des Bund-Ländergipfels haben aus Sicht der IHK Ostwürttemberg die Hoffnungen auf eine klare Öffnungsperspektive enttäuscht“, teilt die IHK nun mit. „Leider“ gebe es weiter keine Öffnungsperspektive für die von Schließung betroffenen Unternehmen „und keinen klaren Fahrplan, wann und unter welchen Bedingungen ganz oder teilweise geöffnet werden darf“.

Die IHK hatte wie andere Akteure aus den Bereichen Wirtschaft und Gesundheit Vorschläge für eine Öffnungsstrategie gemacht. Dazu gehörten etwa die Ausweitung der Tests, die Einbindung der Kapazitäten der Betriebe beim Impfen oder auch eine personelle und technische Stärkung der Gesundheitsämter gehören. Thorsten Drescher, stellv. Hauptgeschäftsführer der Kammer, erklärt: „Die vielen Gespräche mit den Betrieben seit Jahresbeginn zeigen, dass diese einseitige Schließungsstrategie und die Maßnahmen auf immer weniger Akzeptanz stoßen. Unsere Unternehmer brauchen Planungssicherheit – sie wollen ihren Gewinn selbst erwirtschaften. Niemand möchte auf Staatshilfen angewiesen sein.“

© Wirtschaft Regional 11.02.2021 14:53
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