Neue Hoffnung bei Lindenfarb-Team

Investor Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens sorgt der neue Investor für Hoffnung bei der Belegschaft.
  • Lindenfarb kann das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung Ende Januar wieder verlassen. Archiv-Foto: opo

Aalen. Bei den rund 120 verbliebenen Beschäftigten des Aalener Textilveredlers Lindenfarb keimt leichte Hoffnung auf. Nachdem das Textilunternehmen Strähle + Hess aus Althengstett wie berichtet als Investor eingestiegen ist, ist das dritte Insolvenzverfahren innerhalb weniger Jahre mit Ablauf dieses Monats beendet.

„Im Moment ist die Auftragslage gut“, drückt Betriebsratsvorsitzende Martina Fürst ihre Hoffnung aus. Im Rahmen des dritten Insolvenzverfahrens und der Investorenverhandlungen hatten rund 120 Mitarbeiter – die Hälfte der Belegschaft – das Unternehmen verlassen müssten. Die meisten von ihnen wechselten zum 1. Oktober 2020 in eine Transfergesellschaft unter dem Dach von Mypegasus, über die sie für die Dauer von sechs Monaten abgesichert sind. Mittlerweile, so die Betriebsratsvorsitzende, seien ungefähr 20 dieser Kolleginnen und Kollegen wieder von der Transfergesellschaft zu Lindenfarb selbst gewechselt.

Dass eine Überbrückungslösung mit einer Transfergesellschaft erreicht wurde, schreiben sich Betriebsrat und IG Metall als großen Erfolg auf die Fahnen. „Die Belegschaft hat hier Großes geleistet“, sagt Gewerkschaftssekretärin Cynthia Schneider: „Es ist ja wirklich schon ein Wunder, dass es eine Firma nach insgesamt drei Insolvenzen noch gibt.“ Lindenfarb veredelt Textilien unter anderem für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Industrie, Bau und Medizin.

© Wirtschaft Regional 11.01.2021 15:18
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