Konzern schließt Standort

Sparkurs Nach kurzer Zeit kommt für die Edelstahlfertigung von Outokumpu in Heidenheim wieder das Aus.

Heidenheim. Erst vor fünf Jahren war der finnische Konzern Outokumpu von Gingen/Fils nach Heidenheim gezogen. Nun wurde der Standort Ende des Jahres 2020 geschlossen. Die Maßnahme ist Teil eines umfangreichen Sparpakets, mit dem Finnen weltweit rund 1000 Stellen streichen. In Deutschland ist nicht nur der Standort Heidenheim betroffen.

Auf dem Voith-Gelände fertigt Outokumpu Edelstahlteile für die Papier-Sparte des Konzerns. Die Finnen sind nach der Übernahme der Edelstahlproduktion von Thyssenkrupp einer der weltweit größten Produzenten von rostfreiem Stahl. In Finnland sollen 270, in Deutschland 250 sowie in Schweden 190 Arbeitsplätze wegfallen. Dadurch will der Konzern rund 60 Millionen Euro jährlich einsparen.

Der Standort im nordrhein-westfälischen Wilnsdorf wird deshalb geschlossen, ebenso das Plate Service Center in Heidenheim. Gemeinsam mit dem Arbeitsplatzabbau im hessischen Dillenburg stehen an diesen drei Standorten etwa 120 Arbeitsplätze auf der Streichliste. „Wir haben mehrere andere Kosteneinsparungsmaßnahmen im Unternehmen eingeleitet, aber zusätzlich zu diesen sind die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich, um unsere Kostenstruktur anzupassen“, erklärte Konzernchef Heikki Malinen den Kurs seiner Firma.

© Wirtschaft Regional 04.01.2021 13:21
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