IHK initiiert ein neues Netzwerk für Kernbranchen

Wirtschaftsförderung Die Autobranche und der Maschinenbau sind wichtig für die Region. Die IHK will beide Bereiche mit einem neuen Forum vernetzen und informieren.
  • Unternehmen des Maschinenbaus wie Voith in Heidenheim prägen die Region Ostwürttemberg. Archiv-Foto: Voith/Dawin Meckel

Heidenheim

Mit einem neu konzipierten Netzwerk „Automotive und Maschinenbau“ will die IHK Ostwürttemberg die Schlüsselbranchen der Region gezielt in den Fokus nehmen. Den Startschuss bildet eine Veranstaltung am Dienstag, 17. November, ab 18 Uhr im IHK-Bildungszentrum Aalen. Sie wird online als Stream übertragen. Heike Niederau-Buck, Chief Information Officer (CIO) von Voith, wird dabei die Branchen und das neue Netzwerk sowie dessen Konzeption vorstellen.

Für die IHK ist klar: Die regionalen Schlüsselbranchen Automotive und Maschinenbau stehen vor großen Herausforderungen. Neben der allgemein höheren Dynamik in den Branchen hat auch der Wettbewerbsdruck für die Unternehmen deutlich zugenommen. Neben immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen auch die Kundenerwartungen stetig zu. Der allgegenwärtige technologische Wandel mit der zunehmenden Digitalisierung bildet die Rahmenbedingungen mit den damit verbundenen Schwierigkeiten aber auch Chancen. „Wir verfolgen seit langem die dynamischen und zunehmend schwierigeren Entwicklungen in beiden Branchen. Zu dieser bereits so schon herausfordernden Situation kommt nun auch noch erschwerend die aktuelle Corona-Krise, quasi on top, hinzu“, erklärt Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK. Die Kammer will mit dem neu gegründeten Branchen-Netzwerk Automotive und Maschinenbau gezielt spezifische Angebote für die Unternehmen der Region bereitstellen.

„Wichtig ist es hierbei, die Firmen bestmöglich und pragmatisch bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen“, so Eberle. Das Themenspektrum des Netzwerkes sei vielfältig und reiche von Informationen zur internationalen Wirtschaftslage über Gesetzgebungen bis hin zur Qualifizierung von Fachkräften und Azubis. Schließlich sollten die Mitarbeiter dieser Branchen fit und bestens qualifiziert für die Aufgaben und Herausforderungen von morgen sein.

Zudem soll das Netzwerk die Unternehmen beider Branchen stärken. Es solle dabei sowohl die Interessen für diese Kernbranchen vertreten – begleitet von regelmäßiger Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit – als auch eine Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch schaffen und damit für eine intensivere Vernetzung sorgen. Die Unternehmen haben dabei die Möglichkeit, sich aktiv in die Gestaltung der Netzwerkaktivitäten einzubringen. Eberle: „Nicht zuletzt möchten wir mit diesem Netzwerk auch die herausragende Bedeutung beider Sparten ausdrücklich aufzeigen und würdigen, die für den bisherigen und auch zukünftigen Erfolg des Standortes Ostwürttemberg essenziell ist.“

Zu einer herausfordernden Situation kommt die Corona-Krise.

Michaela Eberle
Hauptgeschäftsführerin IHK

Für den Vorsitz des Netzwerks hat die IHK Heike Niederau-Buck gewonnen. „Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Netzwerkarbeit und bin überzeugt, dass wir allesamt davon profitieren werden“, erklärt sie. „Für den Vorsitz eine Führungspersönlichkeit der Voith-Unternehmensgruppe gewinnen und damit prominent besetzen zu können, ist mehr als erfreulich, da Voith als Global Player ein Aushängeschild der Region darstellt“, freuen sich Katrin Mager, Referentin Standort bei der IHK, und Peter Schmidt, Manager des DigiZ Ostwürttemberg, die das Netzwerk kompetenzübergreifend betreuen.

Die Auftaktveranstaltung wird als Livestream zu sehen sein. Nach der Vorstellung des Automotive- und Maschinenbau-Netzwerks durch Niederau-Buck und Eberle folgen „Impulse und Anregungen“ zu den Themen „Kollaborierende Roboter (Cobots)“ durch Voith Robotics GmbH und Universal Robots GmbH sowie „Projektierung von Roboterzellen“ durch die August Mössner GmbH + Co. KG.

Informationen/Anmeldung: www.event-ihk.de/auftaktauma

© Wirtschaft Regional 11.11.2020 13:08
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