Astorplast nimmt Labor in Betrieb

Bauindustrie Auf Baustellen werden immer häufiger Haftklebestoffe eingesetzt. Im Labor werden neue Produkte entwickelt.
  • Blick in das Labor von Astorplast am Standort Alfdorf-Pfahlbronn. Foto: Alexandra Palmizi/Astorplast

Alfdorf. Das seit einem halben Jahrhundert am Standort Pfahlbronn ansässige Unternehmen Astorplast Klebetechnik hat einen hohen sechsstelligen Betrag in ein neues Entwicklungslabor investiert. Dort werden spezifische, laut Astorplast innovative Haftklebestoffe entwickelt, mit denen sich das mittelständische Unternehmen für die Märkte der Zukunft rüsten will.

Vor allem in der Baubranche werden Verschraubungen und Nieten zunehmend durch Klebetechnik ersetzt. So werden Fenster umklebt und ins Gemäuer eingesetzt. „Mit dem Erfolg des Haftklebens steigen die Anforderungen an unsere Produkte ständig“, erklärt Geschäftsführer Stefan Stampfer. Das neue Labor soll dabei helfen.

Auf dem Markt kauft das Unternehmen bisher die benötigten Rohstoffe von großen Lieferanten zu. Rohstoffe, die einer bestimmten Norm entsprechen. Bei Bedarf von anderen Zusammensetzungen werde es schon schwieriger und: „Wir können ja nicht so viele Tonnen abnehmen“, versichert Stampfer. Was liegt also näher, als sich für die Zukunft mit einem eigenen Labor zu rüsten. „Als Antwort auf die wachsenden technischen Anforderungen und um auch in Zukunft diesen gerecht zu werden“, lautet die Devise des Geschäftsführers.

Seit Juli dieses Jahres gibt es das 200 Quadratmeter große Labor mit „Technikum“, dem Bindeglied zwischen Labor und Produktion. Hier stehen zahlreiche Messinstrumente und Vorrichtungen. Dort werden Acrylathaftklebstoffe für Klebebänder im „Technikumsmaßstab“ hergestellt. „Mit dem Labor schauen wir schon in die Zukunft“, ist sich Werner Carstens, Prokurist bei Astorplast sicher.

© Wirtschaft Regional 07.10.2020 15:41
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