Plasmafilter sollen Rathaus entlüften

Technologie Ein Unternehmen aus Bartholomä vertreibt Raumlüfter und hat sein Team in der Coronakrise aufgestockt.
  • Bei der Inbetriebnahme des Raumlüfters im Heidenheimer Rathaus: Unternehmer Klaus Weigert (links) und Heidenheims Bürgeramtsleiter Tobias Feldmeyer. Foto: Weigert Industrievertretung

Bartholomä. Mit seinen Luftfiltern und Raumlüftern, die mit Plasma-Technologie funktionieren, möchte Klaus Weigert aus Bartholomä einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leisten. „Das Interesse an den Produkten, die wir vertreiben, ist groß“, sagt der Chef der Weigert Industrievertretung, der sein Team in der Pandemie von neun auf zwölf Mitarbeiter aufgestockt hat.

Einen Raumlüfter des niederländischen Herstellers „Plasma Made“ hat Weigert nun im Bürgerbüro des Heidenheimer Rathauses installiert. „Die Stadt Heidenheim ist auf uns zugekommen“, sagt Weigert, der seit 1996 Produkte unter anderem für Küchen-Dunstabzugshaube vertreibt und für die weltweite Vermarktung der niederländischen Plasma-Made-Produkte zuständig ist. „Wir haben somit die Möglichkeit Fitnessstudios, Gastronomie, Arztpraxen, Schulen, Kindergärten, Büros und andere öffentliche Räume von Aerosolen zu befreien und so der Verbreitung des Covid-19 Virus über die Luft einzudämmen“, sagt Weigert über den Raumlüfter Airsponsible. Ein Test in einem niederländischen Fitnessstudio habe nun die Wirksamkeit der Geräte, die an die Steckdose angeschlossen werden, gegen Krankheitsüberträger belegt.

Anfragen erhält Weigert derzeit verstärkt von Gaststätten, Juwelieren und Einzelhändlern aus der Region. Montiert werden die Geräte eventuell bald in einem metallverarbeitenden Betrieb auf der Ostalb. Das ist Weigerts Plan, falls das derzeitige Interesse an den Plasmafiltern anhält.

© Wirtschaft Regional 09.09.2020 16:10
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