Pfisterer reduziert Abfallmenge

Metallverarbeitung Das Metallwerk in Gussenstadt setzt darauf, Schmierstoffe auszupressen und zu filtern.

Gerstetten. Die Pfisterer-Gruppe hat die Produktion an ihrem metallverarbeitenden Standort Gerstetten-Gussenstadt durch Abfallmanagement nachhaltiger und umweltfreundlicher gestaltet. Das teilt der Hersteller von Kabelgarnituren, Isolatoren und Freileitungszubehör für die sensiblen Schnittstellen in Energienetzen mit Hauptsitz in Winterbach mit.

Bei der Zerspanung von Hunderten Tonnen Aluminium und Messing fällt im Werk Gussenstadt pro Jahr eine enorme Menge Metallspäne an. Diese wurden bisher täglich abtransportiert und recycelt. Gleichzeitig enthalten die Späne aber auch Rückstände der Öle und Kühlschmierstoffe, die bei der Bearbeitung eingesetzt werden müssen. „Daher überlegten wir, wie einerseits eine Rückgewinnung der Öle möglich ist und gleichzeitig das Volumen der anfallenden Metallspäne und damit ihr Transportaufwand verringert werden kann“, berichtet Wolfgang Uhl, der Abfallbeauftragte bei Pfisterer in Gussenstadt.

Es wurde eine Lösung für die Rückgewinnung aus den Aluminiumspänen gefunden: Eine neue Brikettierungsanlage verpresst die Späne. Auf diese Weise gelinge es, die Kühlschmierstoffe auszupressen, zu filtern und dem Produktionsprozess wieder zuzuführen und gleichzeitig das Volumen der Aluminiumspäne um 75 Prozent zu reduzieren.

© Wirtschaft Regional 26.08.2020 16:45
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