Meditec leidet unter der Pandemie

Bilanz Der Umsatz der Zeiss-Tochter bleibt unter dem Vorjahresniveau. Dennoch verdient das Unternehmen noch gut.

Oberkochen/Jena. Die Auswirkungen der Covid-Pandemie machen auch vor Carl Zeiss Meditec nicht Halt. Der Umsatz des Medizintechnikers sinkt in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 um sechs Prozent auf 967,9 Millionen Euro. Das operative Ergebnis leidet stärker, es fällt von 184,2 Millionen auf 111,9 Millionen Euro. Die Ebit-Marge liegt allerdings noch immer im zweistelligen Bereich.

„Insbesondere im dritten Quartal 2019/20 waren wir signifikant von den Auswirkungen der Pandemie betroffen“, kommentiert Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der börsennotierten AG. Während sich in Teilen der Region Asien und Pazifik, zu der auch der so wichtige chinesische Markt gehört, das Geschäft bereits wieder leicht erholt habe, hätten sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Europa und Nordamerika stark auf die Kunden und damit auch auf die Nachfrage nach den Produkten ausgewirkt. In Europa beläuft sich das Minus auf 12,8 Prozent, in Amerika auf 6,9 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Meditec einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. „Hierbei gehen wir davon aus, dass sich die Märkte weiter erholen und keine zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erforderlich werden“, sagt Monz.

© Wirtschaft Regional 05.08.2020 10:40
3186 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?