Arbeitgeber unterstützen EU-Programm

Südwestmetall Hilfe für andere EU-Staaten gefordert, damit die exportorientierte Wirtschaft profitiert.

Aalen. Nachdem die Bundesregierung mit der Umsetzung wichtiger Teile des nationalen Konjunkturpakets begonnen hat, muss das europäische Konjunkturprogramm nach Auffassung der Metallarbeitgeber in der Region Ostwürttemberg nun ebenfalls zeitnah in die Spur gebracht werden. „Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in unserer Region sind stark exportorientiert, und Europa ist dabei ihr größter Auslandsmarkt“, sagt der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Markus Kilian: „Deshalb kann es eine durchgreifende Erholung unserer heimischen Industrie nur geben, wenn auch die anderen EU-Mitgliedstaaten rasch wieder auf die Beine kommen.“

Es sei entscheidend, dass sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten rasch auf ein europaweites Konjunkturprogramm verständigten, so Kilian: „Wir brauchen hier spätestens im Juli eine Einigung. Denn die Zeit drängt. Wenn der tiefen Wirtschaftskrise auf EU-Ebene nicht bald ein ambitioniertes Konjunkturpaket entgegengesetzt wird, droht sich die Rezession zu verfestigen.“ Die Industrieproduktion in der EU sei im April um 27,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen. „Das zeigt die ganze Dramatik der Situation“, unterstrich der Arbeitgebervertreter.

© Wirtschaft Regional 16.06.2020 20:07
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