Kurzarbeit bei RUD ab dem 1. April

Industrie Als Folge der Coronakrise führt der Kettenhersteller Kurzarbeit zu 20 Prozent über alle Bereiche ein.

Aalen-Unterkochen. Beim Aalener Industriekonzern RUD wird wegen der Coronakrise ab 1. April kurzgearbeitet. Das teilt das auf Kettenproduktion spezialisierte Unternehmen mit. Laut Geschäftsführer Dr. Jörg Rieger wird ab dem kommenden Mittwoch für alle Verwaltungsbereiche zu 20 Prozent Kurzarbeit eingeführt.

Das Aalener Traditionsunternehmen habe angesichts der Pandemie bereits umfangreiche Maßnahmen zur Absicherung des täglichen Betriebsablaufes und dem Schutz seiner Mitarbeiter umgesetzt. So wurde beispielsweise die Kontaktintensität im Hause, insbesondere jedoch die Außenkontakte, auf ein Minimum reduziert sowie ein großer Teil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt.

Nach den Worten von Geschäftsführer Dr. Jörg Rieger gelte es nun, „angesichts der stetig wachsenden Einschränkungen auf unseren Absatzmärkten, sich für wirtschaftlich vorübergehend schwierigere Zeiten gut aufzustellen. Dafür haben wir gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung ein flexibles System an Anpassungen unserer Produktions- und Lieferkette entworfen“. Er fügt hinzu, dass „daher für alle Verwaltungsbereiche ab dem 1. April zu 20 Prozent Kurzarbeit eingeführt wird. Die Produktion zur Belieferung der bestehenden Aufträge läuft auf Hochtouren weiter“.

Die Maßnahme werde angesichts der weiteren Entwicklung fortlaufend überprüft und bei Erholung der entsprechenden Märkte wieder ausgesetzt. In der Tradition seiner international anerkannten Rolle als Ideenschmiede werde man die Zeit der Krise aktiv nutzen, um an neuen, innovativen Systemlösungen zu arbeiten. Auch interne Abläufe und Prozesse würden weiter optimiert. Die RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, erzielt mit mehr als 1700 Mitarbeitern in über 120 Ländern einen jährlichen Umsatz von 200 Millionen Euro.

© Wirtschaft Regional 27.03.2020 14:00
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