Corona-Krise an den Börsen: "Panik ist ein schlechter Ratgeber"

Börse KSK-Chef Andreas Götz warnt angesichts des Corona-Schocks an den Börsen vor übereilten Entscheidungen.

Aalen. Das Corona-Virus hat in dieser Woche weltweit die Kurse an den Börsenkurse stürzen lassen. Die weltweiten Indizes gaben zwischen sieben und elf Prozent nach. In New York wurde vergangenen Montag sogar der Handel an der Wall Street ausgesetzt. „Das Virus trifft die Wirtschaft empfindlich, weshalb die Wachstumsprognosen für das Bruttoinlandsprodukt weltweit markant gesenkt wurden“, erklärt Andreas Götz, Vorstandschef der KSK Ostalb. Entsprechend hätten die Börsen reagiert, aber: „Panik ist aber immer ein schlechter Ratgeber. Wir warnen vor überstürzten Verkäufen.“ Dies gelte auch für Unternehmenskunden.

Götz empfiehlt stattdessen: Sparpläne bestehen lassen oder gar aufstocken, die Geldanlage breit diversifizieren sowie Immobilienfonds und Gold mit 5 bis 10 Prozent des Anlagevermögens als Stabilisatoren des Portfolios beimischen. Die großen Kursschwankungen an den Aktienmärkten dürften die nächsten Wochen weiter anhalten, so die KSK. Allerdings sollten Anleger investiert bleiben und sich von den aktuellen Schwankungen nicht beirren lassen. Was Götz optimistisch stimmt: Von staatlicher Seite seien unter anderem in Deutschland, Europa und Asien konkrete geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zur Stützung und Stabilisierung der Konjunktur geplant.

© Wirtschaft Regional 10.03.2020 14:55
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