Corona lässt Umsätze einbrechen

Umfrage Die Unternehmen im Land rechnen laut BWIHK im Jahr 2020 mit teils deutlichem Rückgang ihrer Geschäfte.

Stuttgart. Mehr als ein Viertel der Unternehmen in Baden-Württemberg erwartet in diesem Jahr in Folge der Corona-Situation einen Umsatzrückgang von mehr als zehn Prozent. Das ergibt sich aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter mehr als 10 000 Betrieben aus allen Regionen und Branchen, an der etwa 850 Unternehmen aus Baden-Württemberg teilgenommen haben. Derzeit ist die Betroffenheit von Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus in der Südwest-Wirtschaft etwas höher als in Deutschland.

Über 56 Prozent der Unternehmen in Baden-Württemberg spüren bereits Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte, während es in Deutschland insgesamt knapp 52 Prozent sind. „Unsere exportorientierte Wirtschaft war recht schnell von Problemen bei Lieferketten und Geschäftsreisen betroffen“, sagt BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke. Laut Umfrage melden 43 Prozent der befragten Firmen in Baden-Württemberg, dass sie ihre Reisetätigkeiten einschränken, 38 Prozent sagen Messen und Veranstaltungen.

Der Forderung des DIHK-Präsidenten Schweitzer nach Sofortmaßnahmen schließt sich Grenke an: „Wenn die Umsätze bei gleichzeitig schwindenden Reserven weiter einbrechen, kann das für viele Betriebe existenzbedrohend werden.“

© Wirtschaft Regional 10.03.2020 12:11
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