Weniger Gewinn für Voestalpine

Bilanz Der Konzern bekommt die schwache Konjunktur empfindlich zu spüren: Nicht nur der Umsatz geht zurück.

Linz/Schwäbisch Gmünd. Nach Jahren rasanten Wachstums spürt der österreichische Voestalpine-Konzern den konjunkturellen Gegenwind. Der Umsatz des Unternehmens, das in Schwäbisch Gmünd einen großen Standort auf dem Gügling betreibt, ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 um 3,8 Prozent auf  9,6 Milliarden Euro zurückgegangen. Das operative Ergebnis sackt um ein Viertel auf 837 Millionen Euro ab. Das Ebit liegt sogar bei -82 Millionen Euro.

Insbesondere in Europa, wo Voestalpine rund zwei Drittel des Umsatzes generiert, hätten sich laut Unternehmen die Abschwächung der exportorientierten Industrie, die verringerte Nachfrage aus der Automobilindustrie sowie reduzierte Investitionen auf alle Konzern-Divisionen ausgewirkt. Aber auch der Handelsstreit zwischen USA und China belaste die Entwicklung. Im Stahlbereich steigen die Rohstoffkosten, während die Verkaufszahlen sinken. Diese Lage wird laut Voestalpine durch unverändert hohe Stahlimporte nach Europa verschärft. „Unsere Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramme zeigen bereits Wirkung. Wir sehen erste Anzeichen, dass es in einigen Geschäftsbereichen zu einer Stabilisierung der Nachfrage kommen könnte“, erklärt Vorstandsvorsitzender Herbert Eibensteiner.

© Wirtschaft Regional 11.02.2020 18:11
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