Was sich 2019 für Personaler ändert

Jahreswechsel-Seminare AOK Ostwürttemberg hat Unternehmensvertreter in neun Veranstaltungen in der Region informiert.

Schwäbisch Gmünd. Die AOK Ostwürttemberg hat in neun Veranstaltungen rund 800 Arbeitgeber über gesetzliche Neuerungen informiert, die zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Eine große Anzahl von Arbeitnehmern wird von ihrem deutschen Arbeitgeber entsendet: Sie wohnen in Deutschland und arbeiten zeitlich begrenzt in einem anderen Land. Hier gebe es einiges zu beachten, so der Leiter des Competence-Centers Firmenkunden bei der AOK Ostwürttemberg, Karl-Heinz Rimpf: „In der Europäischen Union können Arbeitnehmer bis zu 24 Monate in einem anderen Land arbeiten, ohne dass sich an der Sozialversicherungspflicht etwas ändert.“ Mit dem sich abzeichnenden Brexit in Großbritannien könnte es dazu kommen, so der AOK-Referent, dass Entsendungen bei einem Austritt ohne Vertrag mit der EU ab Ende Januar ungültig werden, bei einem Vertrag gelten die Regelungen bis Ende 2020.

Eine weitere wichtige Neuerung für die Arbeitgeber waren Arbeitsverträge ohne Angaben von Arbeitsstunden. Der Gesetzgeber geht seit 2019 von mindestens 20 Arbeitsstunden in der Woche aus. Bisher waren es zehn Stunden. Rimpf: „Wenn Sie Personen auf 450-Euro-Basis beschäftigen, dann sollten sie zwingend die Stunden im Arbeitsvertrag vermerken, sonst entsteht Versicherungs- und Beitragspflicht.“

© Wirtschaft Regional 30.12.2019 13:00
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