Nord-Lock will weiter wachsen

Komponentenbau Hersteller von Schraubensicherungen präsentiert dem Marketingclub Ostwürttemberg seine neuen Räumlichkeiten in Lauchheim.
  • Einen Eindruck von den Räumlichkeiten bei Nord-Lock in Lauchheim haben die Mitglieder des Marketingclubs Ostwürttemberg bekommen. Foto: Marketingclub Ostwürttemberg

Lauchheim

Es gibt Situationen, da muss Technik funktionieren: Zum Beispiel in Hochgeschwindigkeitszügen oder Flugzeugen. Oder bei Maschinen, Werkzeugen und Arbeitsmitteln im Maschinenbau, in der Stahl-, Öl- oder Bauindustrie. Die Schraubensicherungselemente der Nord-Lock Gruppe sind verhältnismäßig kleine Komponenten. Dennoch sorgen sie in vielen Branchen dafür, dass Sicherheit und Verlässlichkeit gewahrt sind. Vor rund einem Jahr zog die deutsche Gesellschaft der schwedischen Unternehmensgruppe in neue und größere Büroräume in Lauchheim. Dort empfing der für die EMEA-Region (Europa, Afrika und Naher Osten) zuständige Marketingleiter Marc Allocca die Mitglieder des Marketingclubs Ostwürttemberg.

In Lauchheim sind 30 Mitarbeiter den Vertrieb der Produkte in der EMEA-Region zuständig. Neben den Nord-Lock Original-Keilsicherungsscheiben vertreibt das Unternehmen die Marken Superbolt, Expander und Boltight. Finanzchef Norbert Libotean und Marc Allocca führten die Besucher durch die Räume. Beim Bau wurde darauf geachtet, die Arbeitsräume so anzulegen, dass Erweiterungen möglich sind. „Wir wollen weiter wachsen“, so Norbert Libotean. Räumlich voneinander getrennt sind die Arbeitsbereiche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Schulungs- und Besprechungsräumen im Untergeschoss sowie dem 500 Palettenplätze fassenden Distributionslager mit angegliedertem Trainingscenter.

Interne Prozesse auf Cloud-Lösungen umgestellt

Digitale Kanäle sind aus unserer Marketingkommunikation nicht mehr wegzudenken.

Marc Allocca
Marketingleiter

Mehr als 70 Prozent seines Umsatzes macht Nord-Lock mit Produkten nach der Keilsicherungstechnologie. Die Gäste des Marketingclubs staunten angesichts der blitzblanken Arbeitsbereiche. Es soll immer so aussehen, dass zu jeder Zeit und unangemeldet Besuch durch das Unternehmen geführt werden kann“, sagt Norbert Libotean. „Das erreichen wir, indem wir auf die fünf S achten: Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren, Selbstdisziplin.“

Interne Prozesse sind bei Nord-Lock komplett auf Cloud-Lösungen umgestellt. Digitale Tools erleichtern die Zusammenarbeit in Teams, mit der schwedischen Zentrale sowie weiteren Tochtergesellschaften und beschleunigen die Kommunikation mit den Kunden. Allocca ging auf die Marketingaktivitäten ein. „Wir sind vor Jahren verstärkt ins Online-Marketing eingestiegen,“ erzählte er. „Mit einem Video auf Facebook, hat alles begonnen. Seitdem sind digitale Kanäle aus unserer Marketingkommunikation nicht mehr wegzudenken.“ Nichtsdestotrotz setzt Nord-Lock auf einen ausgeglichenen Marketingmix. Teilnahmen an internationalen Messen, Symposien und Fachausstellungen spielen eine ebenso große Rolle wie die Erstellung des in zehn Sprachen erscheinenden Kundenmagazins „Bolted“ mit Geschichten rund um die Verschraubungstechnik.

Zwei Produktexperten führten die Nord-Lock Keilsicherungstechnologie, Superbolt Spannelemente für großformatige Bolzen sowie die Gelenkbolzen-Technologie des Expander-Systems und das hydraulische Spannsystem Boltight vor. Im praktischen Junker-Vibrationstest war erkennbar, dass die Nord-Lock Keilsicherungsscheiben selbst starken Vibrationen standhielten, während sich andere Sicherungsmethoden innerhalb weniger Sekunden lösten.

© Wirtschaft Regional 27.12.2019 09:11
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