Kunde wird vor jeder Fahrt informiert

Wegen des Gerichtsurteils arbeitet der Fahrdienstleister mit nur einem Unternehmen pro Ort zusammen.
Der Taxi-Konkurrent Uber ändert sein Modell zur Vermittlung von Fahrten in Deutschland, damit sein wichtigstes Angebot trotz eines Gerichtsurteils nicht gestoppt werden kann. Passagiere werden künftig vor jeder Fahrt informiert, welches Beförderungsunternehmen den Auftrag übernimmt.

Vergangene Woche hatte das Landgericht Frankfurt einer Unterlassungsklage einer Vereinigung von Taxizentralen stattgegeben. Es erklärte die bisherige Vorgehensweise von Uber in Deutschland für unzulässig.

Uber arbeitet in Deutschland – anders als in anderen Ländern – mit Mietwagen-Unternehmen zusammen, von denen die Aufträge ausgeführt werden. Das Unternehmen sieht sich selbst nur als Betreiber einer Vermittlungsplattform.

Das Gericht entschied aber, dass Uber mit dem bisherigen Modell auch selbst eine Mietwagenkonzession benötige, da der Fahrdienst-Vermittler zum Beispiel die Preise festlege. Außerdem kam das Gericht zu dem Schluss, dass Uber die Einhaltung einiger Regeln durch die Mietwagen-Unternehmen nicht ausreichend kontrolliere.

Zu den Neuerungen gehört, dass Uber nur noch mit einem Mietwagen-Unternehmen pro Stadt zusammenarbeitet. Dieses wird Aufgaben wie das Festlegen der Preise übernehmen. dpa
© Südwest Presse 24.12.2019 07:45
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