6000 Stellen auf der Kippe

Das Privatkundengeschäft steht vor Einschnitten.
Die Deutsche Bank steht weiter unter massivem Druck, Spekulationen über weitere Einschnitte im Privatkundengeschäft reißen nicht ab. Im Gespräch ist die Zahl von 6000 Mitarbeitern.

An den Spekulationen ändert auch nichts, dass Vorstandschef Christian Sewing unlängst auf erhebliche Fortschritte verwiesen und eine positive Zwischenbilanz des Umbaus gezogen hat. Klar ist: 2019 wird ein bedingt vor allem durch Umbaukosten, aber auch die niedrigen Zinsen ein weiteres Verlustjahr und auch 2020 könnte es rote Zahlen geben. Der Analyst Jan Lennertz von Independent Research erwartet in diesem Jahr einen Netto-Verlust von knapp 3 Mrd. EUR und für 2020 von 430 Mio. EUR.

Angeblich wird in der Bank erwogen, 200 bis 300 der 1300 Filialen von Deutscher Bank und Postbank zu schließen. Auf letztere entfallen gut 800 Filialen. Zudem stünden im Privatkundengeschäft 6000 Stellen auf der Kippe. Eine Bestätigung dafür gibt es von der Bank nicht. Nur den der Hinweis, dass Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung liefen. Die Bank will bis Ende 2022 weltweit 18 000 Stellen abbauen. otr

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© Südwest Presse 20.12.2019 07:45
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