Entlassung droht für 800 Mitarbeiter

Laut IG-Metall will der Leuchtenspezialist massiv Stellen abbauen. 315 davon im Werk in Herbrechtingen.
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Dem Osram-Werk in Herbrechtingen (Kreis Heidenheim) droht ein Stellenabbau. Der Konzern will 800 seiner 5600 deutschen Arbeitsplätze abbauen, davon 315 der 860 Stellen im Werk Herbrechtingen, berichtet Tobias Bucher von der IG-Metall Heidenheim auf Nachfrage.

Eine offizielle Bestätigung des Vorstands von Osram für die Zahlen gibt es bisher nicht. Aus der Pressestelle heißt es, man stehe in Sachen Stellenabbau „in Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern“. Laut IG-Metall soll der Personalabbau in Herbrechtingen 260 Stammbeschäftigte und 55 Zeitarbeiter treffen. Am Montag haben mehrere hundert Mitarbeiter aus ganz Deutschland vor der Münchner Konzernzentrale protestiert.

Vom deutschlandweiten Stellenabbau betroffen seien vor allem Werke, in denen „traditionelle Produkte“ produziert würden, sagte der Osram-Sprecher. Darunter fallen auch Halogenleuchten, wie sie in Herbrechtingen produziert werden. Diese würden kaum noch nachgefragt, da in neuen Autos praktisch nur noch LED-Leuchten verbaut werden.

Osram machte im abgelaufenen Geschäftsjahr fast 500 Mio. EUR Verlust. Der österreichische Sensorhersteller AMS will Osram übernehmen, IG Metall und Betriebsräte fürchten, dass das die Zerschlagung von Osram bedeuten würde. Simone Dürmuth
© Südwest Presse 20.11.2019 07:45
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