Der Makeathon läuft wieder

Hochschule Aalen Noch bis zum Mittwoch entwickeln Studierende Roboter und Prototypen zur Lösung aktueller Herausforderungen.
  • Sowohl die Teilnehmer als auch die Zuhörer des Makeathons auf der Make Ostwürttemberg hatten Spaß – nun findet ein Makeathon an der Hochschule statt. Foto: Elif Özdemir

Aalen

Neue Ideen entwickeln und diese in Höchstgeschwindigkeit umsetzen – dafür steht der Makeathon der Hochschule Aalen. Nun geht die Veranstaltung in die nächste Runde: Noch bis zum Mittwoch, 6. November, entwickeln Studierende aus den Studienangeboten Ingenieurpädagogik, Mechatronik, Technical Content Creation und User Experience wieder Prototypen zur Lösung aktueller Herausforderungen. Ein bewährtes Konzept, welches auch auf der Messe Make Ostwürttemberg in Schwäbisch Gmünd große Begeisterung ausgelöst hat.

Auf der der Messe für Zukunft, Digitalisierung und Trends hatten technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende die Möglichkeit, zwei Tage lang gemeinsam eine Roboter-Anwendung zu konzipieren und umzusetzen. 25 motivierte Mädchen und Jungen ließen ihren kreativen Ideen freien Lauf und erarbeiteten beeindruckende Einsatzmöglichkeiten für einen mechanischen Roboterarm. „Eine so tolle Veranstaltung wie der Makeathon darf auf der Make Ostwürttemberg nicht fehlen. Es macht Spaß, den Teilnehmern dabei zuzusehen, wie sie in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten und den Mensch in den Mittelpunkt der technischen Anwendung rücken“, betonte Prof. Dr. Constance Richter von der Hochschule Aalen.

Organisiert wurde der Workshop von der Hochschule Aalen in Kooperation mit der Carl Zeiss AG. Die Mitarbeiter der Hochschule unterstützten die jungen Macher mit Rat und Tat. In Kurzvorträgen vermittelten Dozenten Grundlagenwissen aus der Informatik, der Elektronik, dem Prototyping sowie der nutzerzentrierten Produktentwicklung. In Gruppen erarbeiteten die Teilnehmer anschließend einfallsreiche „Use Cases“ (Anwendungsfälle).

Es hat mir auf jeden Fall geholfen, meine Sichtweise auf die Dinge zu ändern.

Damyan Damyanov
Makeathon-Teilnehmer

Die Konzepte waren sehr vielseitig. So realisierte ein Team einen Fütterroboter für eine erleichterte Nahrungsaufnahme. Selbst die mitgebrachte Ausstattung wurde zweckentfremdet und weiterentwickelt. Mit einem automatisierten 3D-Stifte-Halter gehörte unpräzises Modellieren der Vergangenheit an.

„Es hat mir sehr gefallen, dass wir für einen Roboter eigenständig ein Programm geschrieben haben“, freute sich Mathavann Leins, Auszubildender zum Fachinformatiker bei der Inneo Solutions GmbH. Auch sein Kollege Damyan Damyanov resümierte: „Es war mal etwas anderes und hat mir auf jeden Fall geholfen, meine Sichtweise auf die Dinge zu ändern“. Der Weg für die nächsten Erfindungen ist bereits frei.

Beim Makeathon tüfteln noch bis zum 6. November etwa 100 Studierende an weiteren Ideen tüfteln. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen den Studierenden dabei über die Schulter zu schauen und Hochschulluft zu schnuppern.

© Wirtschaft Regional 04.11.2019 21:29
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