DM wächst in der Region

Bilanz Die Karlsruher sind in Ostwürttemberg mit zahlreichen Filialen vertreten. Die haben sich im vergangenen Jahr gut entwickelt.
  • Jüngst eröffnet: Die DM-Filiale in Westhausen. Foto: mas

Aalen

Die Drogeriemarktkette DM bleibt auf Wachstumskurs. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Umsätze um 4,6 Prozent auf nun 11,2 Milliarden Euro. Allerdings wuchs das Unternehmen im Ausland (9 Prozent) stärker als im Inland (3,2 Prozent). In der Region Ostwürttemberg indes liefen die Geschäfte besser als in Rest-Deutschland.

Wie der Gebietsverantwortliche Hauke Flöter erklärte, haben die Filialen in den Regionen Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd ein Umsatz-Plus von 4,8 Prozent erzielt. Die Erlöse kletterten auf 48,5 Millionen Euro. „Wir sind mit dem Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres sehr zufrieden“, erklärt Flöter.

In der Region betreibt die Kette Filialen in Aalen (drei), Schwäbisch Gmünd (zwei), Mutlangen, Gaildorf, Ellwangen, Giengen, Bopfingen und Königsbronn. Die Filiale in Ellwangen wird im kommenden Jahr geschlossen. „Wir wären gerne vor Ort geblieben, leider hat sich kein geeigneter Standort für unsere Weiterentwicklung gefunden“, erklärt Flöter.

Die Ellwanger Filiale ist bereits ersetzt durch die jüngst eröffnete Niederlassung in Westhausen, wo DM und Aldi in direkter Nachbarschaft und unmittelbarer Autobahnnähe um Kunden werben. „Wir sind sehr zuversichtlich. Die Lage ist exzellent und wir sind gespannt, wie sich die Filiale entwickelt“, sagt Flöter.

Bopfingen als „idealer Standort“

Wir wären gerne in Ellwangen vor Ort geblieben.

Hauke Flöter
Gebietsverantwortlicher bei DM

Ein paar Kilometer östlich ist DM bekanntlich in den noch jungen Bopfinger Ipf-Treff gezogen. „Für uns ist das ein idealer Standort: zentrumsnah und doch an einer der wichtigsten Verkehrsadern der Region gelegen“, erklärt Flöter. Mit der erst vor Kurzem eröffneten Filiale in Königsbronn (direkt neben Rewe) habe man zudem „die Lücke zwischen Heidenheim und Aalen geschlossen“.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in der Region rund 200 Mitarbeiter, davon sind 27 Lehrlinge. Pro Filiale und Jahr will DM stets einen Auszubildenden stellen. „Für uns ist das Thema Ausbildung ein sehr wichtiges“, sagt Flöter. Man setze auf einen guten Generationenmix.

Deutschlandweit betreibt DM aktuell etwas mehr als 2000 Filialen, hinzu kommen weitere rund 3700 im europäischen Ausland, die meisten davon in Österreich (388) sowie in Ungarn (260). Das vergangene Jahr nutzte der Konzern zudem, um eine neue Zentrale in Karlsruhe in Betrieb zu nehmen. Am Stammsitz hat DM rund 120 Millionen Euro investiert. Im neuen Gebäude arbeiten rund 1800 Menschen.

Ebenfalls eine Großinvestition tätigen die Karlsruher in der Nähe von Berlin, genauer in Wustermark, wo DM ein neues Verteilzentrum baut - es ist das dritte nach Waghäusel (bei Karlsruhe) sowie Weilerswist (bei Köln). „Damit können wir unsere Logistik weiter optimieren“, sagt Flöter. Davon würden die Kunden deutschlandweit profitieren.

© Wirtschaft Regional 28.10.2019 19:51
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