Brose streicht 2000 Arbeitsplätze

Globaler Preisdruck, ein rückläufiger Markt sowie interne Ursachen zwingen den Zulieferer zu dem Schritt.
Der Autozulieferer Brose will rund 2000 Arbeitsplätze bis Ende 2022 in Deutschland abbauen. Betroffen sind die Standorte Bamberg, Hallstadt, Coburg, Würzburg und Berlin. Zudem soll die Fertigung von Schließsystemen von Wuppertal verlegt werden. Der Wettbewerb zwinge Brose zur Verlagerung von Arbeit in Niedriglohnländer, erklärte Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung.

„Der Wandel der Automobilindustrie, ein rückläufiger Markt – insbesondere in China –, globaler Preisdruck, aber auch interne Ursachen beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung bei Brose“, heißt es in einer Mitteilung. Als weitere Gründe nannte Brose die „einseitige Klimadebatte zulasten der Kfz-Industrie“ und damit verbundene Unsicherheiten in der Branche, aber auch steigende Personal- und Arbeitskosten. Laut Brose sind vor allem Jobs in den Zentral- und Geschäftsbereichen betroffen. Die Anzahl der Auszubildenden werde zudem ab kommendem Jahr um 10 Prozent gesenkt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen „weitgehend“ vermieden werden.

Das Unternehmen entwickelt und fertigt mechatronische Systeme für Fahrzeugtüren und -sitze, Elektromotoren und Elektronik, etwa für Lenkung und Motorkühlung. Nach eigenen Angaben beschäftigt Brose 26 000 Mitarbeiter in 23 Ländern. dpa
© Südwest Presse 18.10.2019 07:45
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