Agentur Eberle: In Klimaschutz Vorbild

Umweltschutz Die Gmünder Eberle Werbeagentur senkt Emissionen um 25 Prozent und arbeitet CO2-neutral
  • Bernd Eberle: „Nur ein Büdel von Maßnahmen wirkt“. Foto: AEB

Schwäbisch Gmünd. Als erste Agentur in Deutschland arbeiten die Werbespezialisten von Eberle komplett CO-2-neutral. Alle zwei Jahre werden die von Agenturarbeit verursachten Emissionen erfasst und durch den Kauf von UN-Zertifikaten kompensiert. 2018 hat Eberle 138 Tonnen CO-2 verursacht, ein Viertel weniger als zuvor; 60 Prozent allein von den 50 Mitarbeitern bei der täglichen Anreise.

Weitere hohe CO-2-Posten: Geschäftsreisen (20 %) und Heizung (12 %). Da die Agentur Naturstrom nutzt, kommen für den Stromverbrauch nur fünf Prozent zusammen. Geschäftsführer Bernd Eberle führt diese Erfolge auf ein Bündel von Maßnahmen zurück: „Entscheidend ist nicht die Kompensation alleine, sondern das ganze Drumherum. Die Erfassung der Emission schafft Motivation, sie zu reduzieren“. Konkret nennt Eberle die Reduktion der Geschäftsflugreisen, mehr Reisen mit der Bahn, die Reduktion des Papierverbrauchs oder dass Getränke und Snacks in Bioqualität gereicht werden.

Zweiter Baustein zur Reduzierung ist die Art der Kompensation. Die Agentur unterstützt Biokompostprojekte. Zum Beispiel die SEKEM Farm in Ägypten, die für ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Auch Kunden hilft Eberle bei der CO-2-Reduzierung: Mit dem Kompostprojekt-Unternehmen Soil & More hat Eberle ein CO2-Label entwickelt, das kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Außerdem entwickelt und produziert Eberle CO-2-neutrale Printmedien und Verpackungen. Zum Beispiel für McDonald’s, das Demeter-Journal, den Naturkosthersteller Davert oder für Hollen, den Hersteller von Bio-Babynahrung.

© Wirtschaft Regional 03.10.2019 20:28
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