Ein Schaufenster und Mutmacher

MAKE OSTWÜRTTEMBERG Die Messe für „Zukunft, Digitalisierung und Trends“ am Samstag und Sonntag in Schwäbisch Gmünd soll Mut machen, die industrielle Transformation als Chance zu nutzen.
  • Große Freude auf die MAKE bei Organisatoren und Partnern (v.l.): Yannik Kühnhöfer (GmündCOM), Steffen König (Stadtwerke), Alexander Trautmann (in:it), Holger Kreuttner (Kreissparkasse), Monika Lidmila (Stadtwerke), OB Richard Arnold, Markus Schmid (IHK) und Alexander Groll. Foto: tom

Schwäbisch Gmünd.

Noch wird am Mittwochmorgen in der Industriehalle im Werk IV von Bosch AS in der Lorcher Straße, wo sonst Lenkungen lagern, eifrig gehämmert, Wände beklebt, Kabel verlegt und Stände aufgebaut. Im hektischen Gewusel platziert sich Richard Arnold mit Veranstaltern und den Hauptsponsoren vor zahlreichen Medienleuten von Presse, Rundfunk und Fernsehen und wirbt für die „MAKE Ostwürttemberg 2019“.

Diese Messe für Zukunft, Digitalisierung und Trends findet ab Samstag, 28. September, 10 Uhr, bis Sonntag, 17 Uhr, in der inspirierenden Atmosphäre Bosch-Fabrik statt. „Alle sind herzlich eingeladen, dieses tolle Schaufenster des starken Wirtschaftsstandortes Ostwürttemberg zu besuchen. Hier zeigen wir, dass im viel diskutierten technologischen Wandel große Chancen liegen, die wir neugierig und mutig nutzen wollen, anstatt dramatisch Ängste zu schüren“, sagt der Gmünder OB, der „unheimlich stolz“ darauf ist, dass Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Peter Altmaier, der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, gemeinsam die Schirmherrschaft übernommen haben.

Die MAKE öffnet eine faszinierende Welt, sie stellt Trends und Technologien vor, die unsere Zukunft bestimmen werden. Über 100 Aussteller, 42 Vorträge, 37 Workshops, 12 Foodtrucks, der 100. Start-up BW Elevatorpitch – das die Hardfacts der Messe, auf der für jeden von sechs bis 99 Jahren etwas dabei ist. „Die MAKE ist für experimentierfreudige Selbermacher, innovative Unternehmen und pfiffige Start-ups die richtige Bühne, um ihre Zukunftstechnologien und Ideen zu präsentieren“, betonen die Organisatoren Alexander Trautmann, der Manager des in:it in Gmünd, Alexander Groll, der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Gmünd, und Markus Schmid. Für den Leiter des Geschäftsfelds Gründung & Forschung der IHK, der schon die erste MAKE 2018 in Heidenheim mitgestaltete, ist die Zukunftsmesse ein „elementares Instrument des Standortsmarketings mit einem besonderen Schwerpunkt in Sachen Aus- und Weiterbildung“.

Aufgeteilt ist die 5000 Quadratmeter Messefläche in verschiedenen Areas, die Partnerfirmen präsentieren und in denen viele ostwürttembergische Unternehmen ihre Innovationen, Produkte, Trends und Dienstleistungen zeigen. In der Business-Area (Pate ist die Voith Group) sind das unter anderem Zeiss, Digital Hubs BW, FNT, INNEO Solutions, Bosch, Barmer, Stadtwerke Gmünd & GmündCOM, WWG Autowelt, HK Kunststofftechnik, Rieger Metall, Geo Data, Pawlowski, PTS Prüftechnik, Bühler, AOK, Graustich oder SDZ Druck & Medien. Die Kreissparkassen Ostalb und Heidenheim zeigen in der Sparkassen Area digitale Möglichkeiten im Banking und in der Drohnen Area gibt es Drohnen zum Anfassen und Fliegen lassen. Vorträge und Pitches bieten die Gmünder Tagespost und die Schwäbische Post (SDZ) in der Event-Area und in der Speakers-Corner.

MAKE ist ein Baustein für Standortmarketing.

Markus Schmid, IHK

Highlights in der von Zeiss präsentierten Maker-Area sind ein Schokoladen 3D-Drucker, eine SmartBar, die Cocktails digital gesteuert mixt, oder das Repair Café Heidenheim, das beschädigte Gegenstände wieder repariert. Das Bauhaus Dessau des Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel gibt es im Maßstab 1:6 als „Tiny House“-Version auf einem Anhänger zu bestaunen.

In der Start-up-Area sind neben ortsbekannten Gründern wie Laurin Hilbert und Kilian Hegele von „tak“ oder Philipp Kaiser von „Brento“ 23 Start-ups aus dem gesamten Bundesgebiet dabei und zeigen zum Beispiel kompostierbare Handyhüllen, personalisierte Arzneimittel aus dem 3-D-Drucker, hochwertige Desktoplaser oder Insektennudeln made in Germany.

Die Pädagogische Hochschule Gmünd, die Hochschule für Gestaltung Gmünd, die Hochschule Aalen und die Duale Hochschule BW Heidenheim bieten in der von den Stadtwerken präsentierten Hochschul-Area die Möglichkeit, um mit Studierenden und Professoren in Kontakt zu kommen. Die gmünder wissenswerkstatt eule, das explorhino-Center Aalen und die Zukunftsakademie (ZAK) Heidenheim bieten in der von Siemens präsentierten Kids Area Workshops und Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche an. Im Außenbereich wird das Team NÖ (Nördlingen) verschiedene Arten von Drohnen vorstellen. Das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher kommt in der Foodtruck Area selbstverständlich auch nicht zu kurz.

Eintrittspreise:
Tagesticket:
Erwachsene 8 Euro;
Kinder, Jugendliche, Studenten, Azubis, Schwerbehinderte: 4 Euro;
Familien (2 Erw., 3 Kids): 16 Euro.
Wochenendticket:
Erwachsene 12 Euro; Kinder, Jugendliche, Studenten, Azubis, Schwerbehinderte: 8 Euro, Familien: 24 Euro.
Rabatt: Besitzer einer Dauerkarte der Remstalgartenschau) oder einer Sparkassen-Card zahlen 2 Euro weniger.

© Wirtschaft Regional 25.09.2019 20:51
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