Frauen fühlen sich nicht abgesichert

Studie Laut einer Untersuchung der Commerzbank haben niedrigere Einkommen ihre Folgen für das Alter.
  • Johannes Kube und Mirjana Bay von der Commerzbank haben die Studie in Aalen vorgestellt. Foto: Commerzbank

Aalen. Finanziell unabhängig zu sein ist für die Mehrheit der Frauen in Baden-Württemberg eines der wichtigsten Ziele im Leben. Das besagt eine Studie im Auftrag der Commerzbank, die das Geldinstitut nun in Aalen vorgestellt hat. 86 Prozent der befragten Frauen zwischen 18 und 64 Jahren geben danach an, dass diese Unabhängigkeit für sie „äußerst“ oder „sehr“ wichtig sei. Dennoch sagen nur 28 Prozent von ihnen, ein großes Interesse an den Themen Finanzen und Geldanlage zu haben. Nur ein Viertel schätzt sich als kompetent auf diesem Gebiet ein und investiert regelmäßig Zeit.

„Obwohl Frauen knapp mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen, müssen wir feststellen, dass nicht einmal die Hälfte unserer Kunden Frauen sind, in unseren Filialen in Ostwürttemberg sind es 42 Prozent“, sagt Johannes Kube, Niederlassungsleiter der Commerzbank Heilbronn. „Ihr Anteil beim Spar- und Depotvolumen liegt beispielsweise nur bei 40 beziehungsweise 42 Prozent.“ Ein Grund dafür seien die weiterhin niedrigeren Einkommen von Frauen. Laut Umfrage haben nur 19 Prozent der Befragten ein eigenes Nettoeinkommen über 2000 Euro. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten fühlt sich für das Alter nicht ausreichend abgesichert. Darunter sind auch sieben Prozent, die angeben, überhaupt nicht versorgt zu sein.

„Wichtig ist, dass Frauen erkennen, für ihre finanzielle Unabhängigkeit und Vorsorge etwas tun zu müssen“, sagt Mirjana Bay, Leiterin der Commerzbank-Filialen in Aalen, Heidenheim und Nördlingen.

© Wirtschaft Regional 07.08.2019 19:44
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