Schwarz-gelbe Neuzugänge

Beefuture Seit Juni hat die Nord-Lock Group 40 000 neue Mitarbeiter. Sie sind klein, gelb und fliegen emsig durch die Luft auf der Suche nach Nektar.
  • Von links: Ralf Brenner, Firma Trend Energietechnik, Frank Schuster von beefuture, Nina Brenner vom Autohaus Kummich und Marc Allocca der Nord-Lock Group. Foto: Benedikt Walther

Lauchheim

Gemeint ist der neue Bienenstock, der neben dem Geschäftsgebäude in Lauchheim steht. Der Hintergrund: Nord-Lock beteiligt sich an „beefuture – Zukunft für Bienen“ und ist nicht die einzige Firma aus Ostwürttemberg. Auch das Autohaus Kummich, die Bäckerei Mack, Trend Energietechnik, die Stegmaier Group und Trivis aus Ulm haben Bienenstöcke.

Nach einem „intensiven Vortrag“ von „beefuture“-Gründer Frank Weiß entschließt sich Nord-Lock-Geschäftsführer Andreas Maile, dass der Standort in Lauchheim Bienen braucht. Die Geschichte des Bienenprojekts, das mit Hilfe von Unternehmen und deren Investitionen in Bienenvölker Natur- und Umweltschutz betreiben möchte, beginnt 2013, erklärt Frank Schuster von „beefuture“. Er ist auf der Durchreise und besucht die Nord-Lock Group, auch das Autohaus Kummich und Trend Energietechnik sind beim Treffen vor Ort.

Vor sechs Jahren gibt „beefuture“-Gründer Weiß seinen Job auf, nachdem er von einem Imker ein Glas Honig bekommen hat und auf das Bienensterben aufmerksam gemacht wird. Er solle es mit Bedacht genießen, denn das könne man nicht kaufen, habe der Imker gesagt. Es handelte sich um ganzjährigen Honig, der einmal im Jahr Ende August, Anfang September geerntet wird. Weiß möchte etwas für die schwindende Population der Bienen machen und an Menschen mit Visionen herantreten. Inzwischen gehören zu dem „Bienen-Netzwerk“ zwischen 200 und 300 Firmen in Deutschland, Österreich und Italien. Sie alle haben einen oder mehrere Bienenstöcke. „Beefuture“ kümmert sich um die Bewirtschaftung und Instandhaltung. Am Ende des Jahres bekommen alle Firmen den Honig ihres eigenen Volkes.

Wir freuen uns über 40 000 neue Mitarbeiter.

Marc Allocca
Nord-Lock

Ein bis zweimal im Jahr besuche er seine Bienen, erzählt Ralf Brenner, Geschäftsleiter Trend Energietechnik aus Westhausen. Er ist bereit seit 2016 dabei und hat seinen Stock, anders als die Nord-Lock-Group, in Tirol. „Beefuture passt gut zu unserem Unternehmen, das sich mit Themen wie erneuerbaren Energien und der Ökobilanz beschäftigt“, erklärt er. Auch Nord-Lock-Marketingleiter Marc Allocca ist von dem Projekt überzeugt. „Wir haben die UN-Agenda 2030 zum Vorbild, außerdem möchten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, etwas über die Bienen im Allgemeinen zu lernen.“ Bisher steht erst ein Stock neben dem Gebäude, Zuwachs ist geplant. Am Ende des Jahres möchte man dann den Kunden Honig schenken, damit auch sie auf Wichtigkeit der Biene aufmerksam gemacht werden. Gute Erfahrungen habe das Autohaus Kummich mit „beefuture“ gemacht. „Wir haben zwei Stöcke in Bopfingen und in Aalen“, verrät Marketingleiterin Nina Brenner. Auch eine Blumenwiese wurde angesät. Den ersten Honig gab es vergangenes Jahr und er wurde von den Kunden sehr gut angenommen: „Die Menschen reden darüber und sie werden angesteckt“.

Musik in den Ohren von Schuster, denn das Ziel sei es, die wichtige Rolle der Bienen in den Köpfen der Menschen wieder zu verankern. „Die Firmen wissen, dass sie etwas für Familien, Mitarbeiter und die Umwelt tun.“

© Wirtschaft Regional 29.07.2019 18:58
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