Mehrere Großaufträge für Heldele

Baudienstleister Auch dank der guten Baukonjunktur laufen die Geschäfte der Heldele Aalen GmbH prächtig. Die Firma wurde jüngst mit mehreren prominenten Projekten betraut.
  • Eines der aktuellen Projekte von Heldele Aalen: der Neubau der Wörwag-Gruppe. Illustration: Wörwag

Aalen.

Das erst vor knapp dreieinhalb Jahren gegründete Unternehmen ist dank einiger Großaufträge gut ausgelastet, wie der geschäftsführende Gesellschafter Ernst Zirbs erklärt. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter, 20 mehr als noch vor zwei Jahren.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung“, betont Zirbs. Der Spezialist für elektrische Gebäude-, Informations- und Kommunikationstechnik baut zum Beispiel an einem der größten Neubauprojekte des Würth-Konzerns mit. An der Ausfahrt Kupferzell der Autobahn A6 entsteht für mehr als 70 Millionen Euro ein neues Logistikzentrum der Handelsgruppe. Für den Generalunternehmer, Leonhard Weiss, übernimmt Heldele die komplette elektrische Gebäudetechnik. „Der Auftrag hat ein Volumen von fast fünf Millionen Euro“, berichtet Zirbs – und nicht nur deshalb ist es ein forderndes Projekt.

Das Logistikzentrum ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Gruppe, hat eine Gesamtfläche von 52 000 Quadratmetern. Bereits Ende dieses Jahres sollen Teilbereiche fertig sein, im Februar 2020 soll das Gebäude nach nicht mal einem Jahr Bauzeit für die Elektrik fertiggestellt sein. Bis dahin müssen die Installationen von der Trafostation, Elektroinstallationen, Brandmelde-, Einbruchmeldetechnik, Datentechnik und Videoüberwachungstechnik funktionsfähig sein. „Es ist ein anspruchsvolles Projekt“, sagt Zirbs. „Aber genau dafür sind wir ja da.“

Durch Millionenprojekte wie dieses ist der Umsatz von Heldele Aalen gewachsen. Lagen die Erlöse 2016 noch bei 14,5 Millionen Euro, erwirtschaftete das Unternehmen in den Jahren 2017 und 2018 Umsätze jenseits der 20 Millionen Euro. Noch erfreulicher für Zirbs: „Das Wachstum ist gesund und rentabel.“ Der operative Gewinn habe zugelegt, sagt der Geschäftsführer. „Wir könnten aktuell noch stärker wachsen“, erläutert er. „Der limitierende Faktor sind nicht fehlende Aufträge – sondern fehlende Fachkräfte.“ Zwar ist die Belegschaft gewachsen, aber nicht so stark wie es die Auftragsbücher zugelassen hätten.

Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.

Ernst Zirbs
Geschäftsführer Heldele Aalen

Heldele Aalen ist aktuell in der Region an zahlreichen Neubauten beteiligt. Beim jüngst abgeschlossenen Bau der Halle 5 am Zeiss-Standort in Oberkochen übernahm das Unternehmen die komplette Elektroinstallation, den Einbau von Schaltanlagen, Transformatoren, Kabeltragsystemen, Stromschienen, Beleuchtung, Installationen in Reinräumen sowie die Montage der Rauchansaugsysteme zur Brandfrüherkennung. „Insgesamt hatte der Auftrag ein Volumen von über fünf Millionen Euro“, sagt Zirbs. Mit vielen Firmen und Einrichtungen arbeitet das Unternehmen, das eng mit der Salacher Heldele GmbH mit Stammsitz in Salach und Betrieben in Stuttgart, München, Eltville, Singen sowie Nürnberg verbunden ist, bereits seit vielen Jahren zusammen. Zu diesen Stammkunden gehört das Klinikum Heidenheim.

Am dort entstehenden „Haus K“ mit sieben Geschossen, einem Raumvolumen von mehr als 65 000 Kubikmetern und mehr als 6500 Quadratmeter Nutzfläche verbauen die Heldele-Experten Elektroinstallationen für vier Millionen Euro ebenso mit wie am Neubau der Lack- und Farbenfabrik Wörwag in Stuttgart-Zuffenhausen. Unweit dessen Stammsitz entsteht in Korntal ein viergeschossiges Verwaltungsgebäude sowie ein Produktions- und Lagergebäude. Das Auftragsvolumen beziffert der Heldele-Geschäftsführer auf rund 2,5 Millionen Euro. Auch mit Wörwag verbindet das Unternehmen eine langjährige Partnerschaft.

Um für die Zukunft gut aufgestellt und gerüstet zu sein, setzt Heldele Aalen voll auf den eigenen Nachwuchs. „Die Ausbildungsquote liegt bei konstant mehr als zehn Prozent“, sagt Zirbs. Aktuell lernen bei Heldele Aalen 15 junge Menschen einen Beruf. „So bekommen wir langfristig einen Mitarbeiterstamm und sichern die hohe Qualität und Kompetenz, für die wir stehen.“ In Schwäbisch Gmünd ist Heldele ebenfalls mit einer Niederlassung vertreten. „Wir werden die Sparte Sicherheitstechnik weiter ausbauen“, so der Geschäftsführer.

Die Nachfrage der Industrie- und Gewerbekunden nach Brandmeldeanlagen, Einbruch- und Diebstahlschutzsystemen ist groß wie nie. „Das Thema Sicherheit und Brandfrüherkennung, wie das aktuelle Beispiel KUBUS Aalen zeigt, brennt vielen Betrieben auf den Nägeln“, so Zirbs. „Durch unsere langjährige Erfahrung in der Gebäude-, Informations- und Kommunikationstechnik und der guten Zusammenarbeit mit der Heldele Salach GmbH können wir immer maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Die Ostalb-Region ist gespickt mit erfolgreichen Industriebetrieben und so sehen wir mit Spannung und Zuversicht in die weitere Zukunft.“

© Wirtschaft Regional 25.07.2019 17:50
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