Mehr Arbeitslose als im Juni 2018

Statistik In Ostwürttemberg sind 3,2 Prozent mehr Menschen ohne Job als noch vor einem Jahr: „Einzelne dunkle Wolken“.
  • So hat sich die Arbeitslosenzahl innerhalb eines Jahres in den verschiedenen Gebieten prozentual entwickelt. Grafik: Arbeitsagentur

Aalen. Die Positiv-Rekorde vom Arbeitsmarkt bleiben aus. Zwar verzeichnet die Agentur für Arbeit Aalen für Ostwürttemberg eine weiterhin niedrige Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent. Mit 7290 Personen waren jedoch 223 Menschen beziehungsweise 3,2 Prozent mehr erwerbslos gemeldet als noch im Juni 2018. Betroffen von der negativen Entwicklung sind fast ausschließlich die Räume Aalen und Schwäbisch Gmünd.

Im Geschäftsstellenbezirk Aalen stieg die Quote im Jahresvergleich von 2,2 auf 2,4 Prozent. Das sind, in absoluten Zahlen ausgedrückt, 150 Arbeitslose mehr. In Schwäbisch Gmünd gab es einen Anstieg von 3,0 auf 3,2 Prozent – um 144 Personen.

Dagegen sank die Quote im Raum Bopfingen besonders stark von 2,7 auf 2,4 Prozent, in Ellwangen von 1,6 auf rekordverdächtige 1,5 Prozent und in Heidenheim von 3,7 auf 3,6 Prozent.

„Positiv festzustellen ist, dass alle Personenkreise am aktuellen Arbeitsmarkt profitieren konnten“, bewertet Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur Aalen, die aktuellen Daten.

Erfreulich sei, dass die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre im Vergleich zum Mai um 60 gesunken sei. „Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen“, so Zillert weiter, „dass der Anteil der Älteren an allen Arbeitslosen in Ostwürttemberg im Juni bei 38,4 Prozent und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 35,2 Prozent liegt. Deshalb werden wir diese Personengruppe weiter im Fokus behalten und die Vermittlungsbemühungen für diese Arbeitslosen noch weiter intensivieren“.

Trotz „einzelner dunkler Wolken“ am Arbeitsmarkt bewege sich die Nachfrage nach Arbeitskräften auf einem hohen Niveau, so die Arbeitsagentur. So wurden der Agentur und den Jobcentern im Juni 1395 zu besetzende neue Stellen neu zur Besetzung gemeldet. Das sei der höchste Juni-Wert der vergangenen sechs Jahre.

© Wirtschaft Regional 01.07.2019 12:19
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