Investor für Süddeutsche Service

Logistikdienstleister Tufan Yildiz übernimmt den Aalener Lieferdienst für Elektrogeräte aus der Insolvenz.
  • Vertragsunterzeichnung bei der Süddeutsche Service (von links): Rechtsanwalt Tobias Humpf, neuer Geschäftsführer Murat Bakir, Gesellschafter und Investor Tufan Yildiz und ehemaliger Geschäftsführer Christoph Girrbach. Foto: Sympra GmbH

Aalen. Die Süddeutsche Service GmbH ist gerettet. Nur eine gute Woche, nachdem das Unternehmen beim Amtsgericht Aalen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hatte, hat Insolvenzverwalter Tobias Humpf einen Investor gefunden. Damit seien fast alle der rund 100 Arbeitsplätze des Aalener Unternehmens gesichert, teilt der Insolvenzverwalter mit. Die Betriebsausgaben und die Gehälter für den Juni werden bereits wieder aus dem laufenden Betrieb finanziert.

Süddeutsche Service sei in Schieflage geraten, vor allem weil ein Hauptkunde neue Preise für Dienstleistungen vorgegeben habe, zu denen das Unternehmen kaum noch wirtschaftlich agieren konnte. Die rund 200 Mitarbeiter liefern und montieren Elektrogroßgeräte sowie TV- und Hi-Fi-Geräte für große Elektrofachmarktketten in sechs Bundesländern. Von der Insolvenz ist nur der Betrieb in Aalen mit 68 Mitarbeitern betroffen, nicht das Schwesterunternehmen in München.

„Ich freue mich, dass wir mit Tufan Yildiz in so kurzer Zeit einen Investor für die Süddeutsche Service finden konnten“, erklärt Insolvenzverwalter Tobias Humpf. Der neue Mehrheitseigner bringe nicht nur finanzielle Mittel mit, sondern auch Management-Know-how. „Damit dürfte sich die Süddeutsche Service wieder gut am Markt positionieren können“, so Humpf.

„Wir werden interne Prozesse neu aufsetzen und zusätzliche Kunden akquirieren; erste Gespräche hierzu scheinen Erfolg zu versprechen“, so der neue Gesellschafter Tufan Yildiz und der neue Geschäftsführer Murat Bakir.

© Wirtschaft Regional 26.06.2019 16:49
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