Porsche: Ermittlungen auf der Ostalb

Verdacht Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat den Porsche-Konzern im Visier. Vorwurf der Bestechung und Untreue.

Stuttgart. Mit 176 Einsatzkräften haben Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und Landeskriminalamt am Dienstag verschiedene Standorte der VW-Tochter Porsche und Finanzbehörden durchsucht. Es geht um den Verdacht auf Bestechung und Untreue. Neben Büroräumen des Sportwagenbauers in Stuttgart und Weissach standen auch die Kanzlei des Steuerberaters sowie Privatwohnungen in den Landkreisen Karlsruhe und Pforzheim sowie im Ostalbkreis im Visier der Fahnder. Nach Informationen dieser Zeitung haben die Ermittler eine Immobilie in Schwäbisch Gmünd durchsucht. Überall seien Unterlagen und Datenträger sichergestellt worden.

Laut Staatsanwaltschaft soll nach den bisherigen Ermittlungen ein Beamter des Konzernprüfungsamtes Stuttgart bei laufender Betriebsprüfung geheime Informationen an einen Steuerberater der Porsche AG verraten und im Gegenzug Vorteile angenommen haben. Darüber hinaus bestehe der Verdacht, dass einem ehemaligen Betriebsratsmitglied unverhältnismäßig hohe Vergütungen gezahlt worden seien. Fünf Porsche-Mitarbeiter, teilweise Führungskräfte, und der auch im anderen Fall verdächtigte Steuerberater könnten sich unter anderem wegen Untreue strafbar gemacht haben. Der Betriebsrat selbst gehört nicht zu den Beschuldigten.

© Wirtschaft Regional 28.05.2019 16:12
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