Gründer haben gute Karten

Mitgliederversammlung Ostwürttembergisches Netzwerk hebt flächendeckende Anlaufstellen, Veranstaltungen und Angebote für Start-ups hervor.
  • 27 Partner stehen hinter dem Verein Start-up-Region Ostwürttemberg. Bei der Mitgliederversammlung waren alle mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden. Foto: IHK

Heidenheim

Die Bilanz der Start-up-Region Ostwürttemberg fällt positiv aus. Das wurde bei der Mitgliederversammlung in Heidenheim deutlich. Die Partner freuten sich über die Dynamik in der Start-up-Szene, erfolgreiche Veranstaltungen und anstehende Projekte wie die Make Ostwürttemberg in Schwäbisch Gmünd.

Die Zahl der Mitglieder im Verein ist auf 27 gestiegen. Carl Trinkl, Vorsitzender des Vereins, sagte: „Die Dynamik ist in der ganzen Region spürbar, und es ist gelungen, flächendeckend Anlaufstellen und Flächen für Start-ups zu schaffen.“ Das Coworking-Space-Netzwerk entwickle sich stetig weiter. So ist das in:it coworking in Schwäbisch Gmünd erfolgreich gestartet. Auch in den Giengener Gründerbahnhof sind erste Mieter eingezogen, und im Frühjahr dieses Jahres ergänzte der Standort Aalen das InnoZ an der dortigen Hochschule mit dem AAccelerator, der im alten IHK-Bildungszentrum entsteht. Im Herbst eröffnet das Dock33 Coworking-Space in Heidenheim.

Auch überregional steige die Bekanntheit der Region Ostwürttemberg. So waren die Städte Aalen, Ellwangen, Giengen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd gemeinsam mit den beiden Landkreisen unter der Koordination der IHK Ostwürttemberg erfolgreich und wurden vom Land Baden-Württemberg als „Gründerfreundliche Kommunen“ ausgezeichnet. Ebenso als Erfolg werten die Start-ups und Partner die Beteiligung am diesjährigen Start-up-Summit Baden-Württemberg. Die Start-up-Region zeigte mit 18 jungen Gründern aus unterschiedlichsten Branchen in Stuttgart Flagge. Markus Schmid, Koordinator der Start-up-Region, betonte: „Die Start-ups konnten gute Kontakte zu Investoren und Kunden knüpfen.“ Auch eine regionale Delegation war nach Stuttgart gereist.

In wenigen Wochen werden im Rahmen des Innovationspreises Ostwürttemberg erstmals Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen ausgezeichnet. „Mit der neuen Preiskategorie unterstreichen wir den Stellenwert von Gründerinnen und Gründern bei dem namhaften Preis für Talente und Patente der Region“, sagte Carl Trinkl. Stolz sei man zudem über die Aktivitäten an der Hochschule Aalen, die eine der gründungsstärksten Hochschulen überhaupt sei.

Make Ostwürttemberg dieses Jahr in Gmünd

Die Dynamik ist in der ganzen Region spürbar.

Carl Trinkl
Start-up-Region Ostwürttemberg

Auch die Hochschule für Gestaltung hat ihre Aktivitäten ausgeweitet, und so findet beispielsweise rund um die Semesterausstellung ein Start-up-Scouting-Event statt. Ebenso will die DHBW Heidenheim mit dem Konzept „DHpreneur“ unternehmerisches Denken bei den Studierenden fördern.

2019 bringt die Start-up-Region weitere Themen voran. So findet am 28. Mai der Remstal-Cup des Elevator Pitches Baden-Württemberg in Schwäbisch Gmünd statt. Zugleich wird an diesem Tag das Landesfinale des Schülerwettbewerbs „Young-Talents-Award“ ausgetragen. Am 28. und 29. September findet die zweite Auflage der Messe Make Ostwürttemberg statt, diesmal in Schwäbisch Gmünd, im Werk 4 von Bosch Automotive Steering.

Nach der erfolgreichen Premiere in Heidenheim im Jahr 2018 mit 8000 Besuchern und fast 80 Ausstellern erwartet die Start-up-Region auch dieses Jahr einen großen Erfolg. Markus Schmid sagte dazu: „Wir werden uns mit einem Start-up-Tag auf der Make einbringen.“

Die Diskussion in der Mitgliederversammlung zeigte, dass auch das Thema Nachfolge weiter stark im Fokus ist. Hierzu finden regelmäßig Veranstaltungen und Initiativen statt.

© Wirtschaft Regional 08.05.2019 17:25
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