Oberbank startet mit Geschäftsstelle in Aalen

Festakt Österreichs siebtgrößte Bank wendet sich schwerpunktmäßig an familiengeführte und mittelständische Unternehmen.
  • Bei der Eröffnung auf Schloss Fachsenfeld hat sich das Team der Oberbank Aalen vorgestellt (von links): Christoph Berroth, Michael Wunderlich, Sabrina Pfründer, Peter Luttenberger, Markus Senkler und Filialleiter Franz Kinzler. Foto: Benedikt Walther

Aalen

Seit Dezember ist die Oberbank mit einer Filiale in der Aalener Bahnhofstraße vertreten. Bei einer festlichen Veranstaltung auf Schloss Fachsenfeld ist nun offiziell der Startschuss für das Engagement der Bank in Ostwürttemberg gefallen. Dazu war eigens die Führungsriege von Österreichs siebtgrößter Bank aus dem Hauptsitz Linz angereist.

Robert Dempf, Leiter der Niederlassung Deutschland, skizzierte den Expansionskurs der Bank, die sich insbesondere an Kunden aus kleineren und mittleren Wirtschaftsunternehmen wendet. Nach Bayern – unter anderem Landshut, Augsburg und Ingolstadt – ist das Geldinstitut nun verstärkt in Baden-Württemberg vertreten. Aalen ist im Land nach Ulm die zweite Filiale.

In den Startlöchern stehen bereits Geschäftsstellen-Teams in Esslingen, Reutlingen, Ravensburg und Biberach. Weitere Filialen, etwa in Schwäbisch Hall, sind in Planung. Insgesamt verfügt die Oberbank derzeit über 180 Filialen, davon 35 in Deutschland. Wie Dempf ausführte, ist sie außer im Heimatmarkt Österreich und in Deutschland auch in Tschechien, Ungarn und der Slowakei aktiv. 2100 Beschäftigte sind für die Oberbank tätig.

Aalen als mittelgroße Stadt bewusst gewählt

Es wurde in Deutschland noch keine Filiale der Oberbank wieder geschlossen.

Franz Kinzler
Filialleiter

Aalens Kulturamtsleiter Dr. Roland Schurig hieß die Banker als Hausherr auf Schloss Fachsenfeld willkommen und erinnerte an die Rolle des Schlosses in der Wirtschaftsgeschichte: Hier residierte nämlich einst der Entwickler und Unternehmer Reinhard von Koenig-Fachsenfeld.

Generaldirektor Franz Gasselsberger – ebenso wie der Rest des dreiköpfigen Vorstands ist er seit mehr als 30 Jahren bei der Oberbank – stellte das Kreditinstitut auch mit Daten und Fakten: Die Bilanzsumme beträgt derzeit 22 Milliarden Euro. Gasselsberger verwies zudem auf die außergewöhnlich hohe Kernkapitalquote 18 Prozent. Die Oberbank verstehe sich als Universalbank, betonte er.

Der Leiter der Aalener Filiale, Franz Kinzler stellte sein sechsköpfiges Team vor, das auf der Ostalb tätig ist. Die Oberbank, sagte er, wähle bewusst Städte mittlerer Größe mit mittelständischer Wirtschaftsstruktur aus, um sich niederzulassen. Man begleite als Partner schwerpunktmäßig familiengeführte Unternehmen und stehe diesen beispielsweise bei Investitionsvorhaben in Deutschland und Mitteleuropa zur Seite.

Flache Hierarchien ermöglichten der Bank eine besondere Kosteneffizienz. Für die Aalener Filiale sieht Kinzler sehr gute Perspektiven: In zwei bis drei Jahren solle hier der Break-even-Point erreicht sein.

© Wirtschaft Regional 16.04.2019 15:37
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