Mehr Handel über das Internet

Auch Iren und Skandinavier sollen im Online-Shop einkaufen. Konzernumsatz steigt um zwei Prozent.
Der Modekonzern Hugo Boss will den Internethandel ausbauen. Im eigenen Online-Shop soll künftig auch in Irland und in Skandinavien bestellt werden können, kündigte Firmenchef Mark Langer an. Außerdem will er die Zusammenarbeit mit Online-Plattformen ausbauen.

Mit welchen Partnern er künftig zusammenarbeiten will, ließ Langer offen. Hugo Boss bietet seine Kleidung bereits über das Mode-Portal Zalando an. In China arbeitet das Unternehmen mit Alibaba und Tmall zusammen.

Bislang macht das Online-Geschäft nur knapp 10 Prozent der Erlöse aus. Das Wachstum war zuletzt allerdings beachtlich. Mit dem eigenen Online-Shop machte der Konzern 2018 mehr als 100 Mio. EUR Umsatz, währungsbereinigt ein Plus von 41 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Über den Großhandel könne man noch einmal 120 bis 130 Mio. EUR hinzurechnen, sagte Langer.

Insgesamt verbuchte Hugo Boss 2018 ein Umsatzplus von 2 Prozent auf knapp 2,8 Mrd. EUR – um Währungseffekte bereinigt lag das Plus bei 4 Prozent. Der heiße Sommer hatte Hugo Boss wie auch anderen Modekonzernen das Geschäft verdorben. Dank des starken Weihnachtsgeschäfts erreichte der Konzern aber seine eigenen Ziele. Unterm Strich blieben 236 Mio. EUR, ebenfalls ein Plus von 2 Prozent. Zwar hatten die Sparmaßnahmen gegriffen, dem gegenüber standen allerdings Investitionen in die eigenen Läden und die IT. dpa
© Südwest Presse 08.03.2019 07:45
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