Mit mehr Fachkräften bessere Zukunft

Auszeichnung Die Sparkassenstiftung übergibt die Handwerkerpreise. Meister und Gesellen geehrt. Kreishandwerksmeister Alexander Hamler kritisiert die Deutsche Umwelthilfe.
  • Vertreter der Sparkassenstiftung des des Handwerks überreichten am Mittwochabend in Schwäbisch Gmünd insgesamt 22 Preise an junge Handwerker. Foto: Jan-Philipp Strobel

Schwäbisch Gmünd

Dem Handwerk geht es gut und es wird auch eine Weile so bleiben. Das sagte Kreishandwerksmeister Alexander Hamler bei der Verleihung des Handwerkerpreises der Sparkassenstiftung am Mittwochabend in Schwäbisch Gmünd. Es war aber nicht immer so, daran erinnerte Landrat Klaus Pavel in seiner Begrüßung. Die Sparkassenstiftung wurde 1997 gegründet, „weil dieser Wirtschaftsraum schwierig war, die Arbeitslosigkeit hoch und die Zukunftsfähigkeit offen“.

Im Mittelpunkt standen an diesem Abend in den Räumen der Kreissparkasse Ostalb sechs junge Handwerksmeister, die jeweils in ihrer Innung im Ostalbkreis am besten abgeschnitten haben. Außerdem ehrten Klaus Pavel, Alexander Hamler und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Andreas Götz insgesamt 16 Handwerksgesellen, die Landes- oder Kammersieger sind.

Dem Handwerk, ließ Alexander Hamler die Gäste wissen, ginge es noch besser, gäbe es genügend Fachkräfte. Und es gäbe weniger Unsicherheitsfaktoren. Allen voran die Dieselfahrverbote. Hamler bedauerte „den Siegeszug der Deutschen Umwelthilfe und stellte den Umgang mit den von der EU vorgegebenen Grenzwerten infrage. Die Auslegung in Deutschland sei schon besonders. Von Stuttgart habe er eine kreativere Lösung erwartet, andere Städte hätten dies besser gemacht.

Ich erwarte eine Gleichbehandlung von beruflicher und akademischer Bildung.

Alexander Hamler
Kreishandwerksmeister

Der Kreishandwerksmeister setzt auf Bildung und Ausbildung, wünscht sich, „dass die Gelder aus dem Digitalpakt auch in richtiger Relation bei den Berufsschulen ankommen werden“. Das Handwerk werde Pilotprojekte unterstützen und begleiten. Außerdem müsse auch im Land die Meisterprämie kommen, andere Bundesländer hätten damit positive Erfahrungen gemacht. Die Meisterausbildung sei in vielen Fällen teuer und könne nicht von allen interessierten Gesellen geleistet werden. „Ich erwarte eine Gleichbehandlung von beruflicher und akademischer Bildung“, betonte er am Abend. Immerhin würden 95 Prozent aller handwerklichen Ausbildungen in Meisterbetrieben absolviert.

Sparkassenchef Andreas Götz wünschte den geehrten Handwerkern für ihre persönliche und berufliche Zukunft viel Erfolg: „Die langjährige und enge Partnerschaft der Kreissparkasse mit der Kreishandwerkerschaft Ostalb ist uns wichtig.“ Die Kreissparkasse sei für das Handwerk ein verlässlicher Partner. Das gelte für die Bankdienstleistungen wie auch für die gemeinsame Auslobung des Handwerkerpreises durch Sparkassenstiftung und Kreishandwerkerschaft. Die musikalische Umrahmung des Abends übernahm das Percussion-Ensemble der Musikschule Waldstetten unter der Leitung von Manfred Fischer.

Auszeichnungen der Sparkassenstiftung

Preis für die beste Meisterprüfung: MatthiasGroßmann, Mögglingen. Hannah-Sophie Joachim, Stuttgart. Florian Rathgeber, Aalen. Romy Schleicher, Waldstetten. Nina Striegel, Ulm. TizianWieland, Abtsgmünd.

Gesellen, Landes- und erste Kammersieger: Remy Geffroy, Jagstzell. Kevin Wunder, Ellwangen. Reyhan Kizilay, Schwäbisch Gmünd. Mareike Eberlein, Wäschenbeuren. Sarah Glombik, Westhausen. Tobias Fischer, Syrgenstein. Fabian Diwo, Lauchheim. Tobias Rathgeb, Aalen. Marco Ostertag, Schwäbisch Gmünd.

Weitere Preise für zweite und dritte Kammersieger erhalten: Patricia Horlacher, Abtsgmünd. Fatma Emir, Aalen. Lary Eiberger, Fichtenau. David Grund, Schwäbisch Gmünd. Lorenzo Klingenberg, Iggingen. Marius Mack, Ellwangen. Lukas Hölldampf, Schwäbisch Gmünd.

© Wirtschaft Regional 27.02.2019 21:26
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