Werbung für Gold & Silber-Ausbildung

Inhorgenta Munich 2019 Corinna Heller erhält Award „Designer of the Year“. Nur acht Gmünder Firmen als Aussteller. Deshalb wirbt die Gewerbliche Schule für Nachwuchs in der Schmuckbranche.
  • Aussteller: Heinz, Rose, Christina Ratius und Thomas Scheid.
  • Am Gmünd-Stand der Gewerblichen Schule. Hinten von links: Joachim Bläse, Sabine Fath, Ulrike Kleinrath, Anne Hélary, Jörg Riedling; vorne von links: Orlando Aldine, Katharina Roedel, Juliana Safro, Ronja Effer, Lisa-Marie Rapp und Alexa Obert. Fotos: -wh-
  • Ein Augenschmaus: Georg Spreng mit Sohn Mimo Loeckle und seinen Messe-Damen. Die innovative Création 2019: „Flotter Käfer“.
  • Freude pur: Corinna Heller mit dem Inhorgenta-Award.
  • Edel: Hochwertige Ringe aus Gold oder Platin von Hauber.

München/Schwäbisch Gmünd

Am Montagabend endete die „Inhorgenta 2019“. Klaus Dittrich zog eine positive Bilanz: Mit 1052 Ausstellern aus 41 Ländern verzeichnete die internationale Fachmesse für Uhren, Schmuck und Edelsteine ein Plus von 2,5 Prozent bei den Ausstellern, die über 27 000 Besucher, davon deutlich mehr als 2018 aus dem Ausland, begrüßten. „Die Experten-Einschätzungen einer rückläufigen Konjunktur waren nicht zu spüren, die Branche blickt optimistisch ins Jahr 2019“, sagte der Geschäftsführer der Messe München.

Diese Einschätzung teilt auch Anne Hélary: „Unsere Mitgliedsfirmen, egal ob Händler oder Hersteller, waren mit der Qualität der Gespräche und der Kompetenz der Besucher zufrieden“. Nicht glücklich sein konnte die Geschäftsführerin des Gmünder Edelmetallverbandes aber mit der Beteiligung aus der Stauferstadt. Nur acht Gmünder Firmen stellten in München aus, von den einst so bedeutenden Silberschmuckproduzenten war überhaupt keiner mehr vertreten.

Absoluter Höhepunkt für den Edelmetallverband war der Sonntagabend, als Corinna Heller bei einer Gala überraschend mit dem begehrten „Inhorgenta-Award“ in der Kategorie „Designer of the Year“ ausgezeichnet wurde. Die Gmünder Schmuckdesignerin setzte sich mit ihren „Havanna-Ringen“ gegen rund 140 Mitbewerber durch. „Wir brauchen solche Vorbilder“, sagte beim Messerundgang Dr. Joachim Bläse, der die Inhorgenta in seiner Funktion als Vorsitzender der Stiftung Gold & Silber zusammen mit Geschäftsführerin Ulrike Kleinrath besuchte.

Der Erste Bürgermeister dankte besonders Sabine Fath für deren großes Engagement um das für die Gmünder Traditionshandwerk. Die Chefin der Gewerblichen Schule sorgt seit ihrem Amtsantritt dafür ein, dass die Lehrer Florian Färber und Jörg Riedling mit Schülerinnen und Schülern der Fachschule für Gestaltung, Schmuck + Gerät und des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät mit einem attraktiven Messestand mit der markanten Silhouette von Schwäbisch Gmünd auf der Inhorgenta präsent sind und für die Gold- und Silberschmiedeausbildung werben. „Hier können sie die Luft der großen Schmuckwelt atmen, das ist für ihren weiteren beruflichen Weg so wichtig“, sagte Fath. Und Joachim Bläse betonte, „dass die enge Kooperation zwischen Schule, Stiftung, Edelmetallverband und den Innungen die Basis für ein Wiederaufblühen von Gold und Silber in Gmünd ist.“ Immerhin meldeten bis Montag schon zehn junge Menschen am Stand ihr Interesse an einer Ausbildung in Gmünd an.

Die Gmünder Ausstellerfirmen in München waren: Hauber/Axel Rohrmuss; Georg Spreng; Corinna Heller; Ratius Création; Titanfactory; Quinn Scheurle, Alraune Lifestyle und Campur GmbH.

© Wirtschaft Regional 25.02.2019 21:58
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