Rekordbuße für die UBS

Schweizer Großbank soll 3,7 Milliarden Euro zahlen.
In einem der bisher größten Steuerbetrugsprozesse in Frankreich ist die Schweizer UBS-Bank zu einer Rekordbuße von 3,7 Mrd. EUR verurteilt worden. Das Pariser Strafgericht sprach die Bank schuldig, wohlhabende französische Kunden jahrelang zur Steuerhinterziehung verleitet zu haben. Die Bank bestreitet die Vorwürfe und kündigte umgehend Rechtsmittel an. Das Gericht folgte der nationalen Finanz-Staatsanwaltschaft, die eine „außergewöhnliche Schwere“ der Schuld festgestellt hatte. Die Schweizer Bank habe ein ausgeklügeltes System zum Steuerbetrug aufgebaut und unterhalten, erklärte die Vorsitzende Richterin Christine Mée.

Die französische Filiale der UBS soll wegen Komplizentums 15 Mio. EUR zahlen. Der französische Staat war in dem Prozess auch als Zivilkläger vertreten – ihm sprach das Gericht 800 Mio. EUR Entschädigung zu. afp
© Südwest Presse 21.02.2019 07:47
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