Mapal eröffnet Werk in Mexiko

Expansion Mehr als zwei Millionen Euro hat der Präzisionswerkzeughersteller in eine Fabrik investiert – trotz Donald Trump.
  • Dr. Jochen Kress (li) übergibt eine Gedenktafel zur Werkseröffnung o an Lazaro Garza Sr (re.). Foto: Cronosfilm/Mapal

Aalen/Querétaro. Bereits vor einigen Monaten hatte der Präzisionswerkzeughersteller Mapal angekündigt, sein Geschäft in Mexiko auszubauen. Nun melden die Aalener Vollzug. Im mexikanischen Querétaro hat Mapal über das Gemeinschaftsunternehmen (Joint-Venture) Mapal Frhenosa eine zweite Niederlassung eröffnet. Dort sollen nach und nach 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Man sei mit dem neuen Standort nun auch im Zentrum des Landes vertreten, so Mapal. Die neue Niederlassung ist aber auch eine Reaktion auf die gute Entwicklung des nordamerikanischen Markts.

Die Aalener haben laut eigenen Angaben in Mexiko eine führende Marktstellung im Bereich der Präzisionswerkzeuge inne und beschäftigen rund 120 Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Monterrey, im Norden des Landes. Mit dem neuen Werk in Querétaro stünden nun deutlich größere Fertigungskapazitäten für die Wiederaufbereitung von Werkzeugen zur Verfügung. Querétaro hat sich zu einem Industriezentrum für die Automobil- und Luftfahrtindustrie entwickelt. „Mit dem zweiten Standort sind wir in der Lage, unsere Reaktionszeiten deutlich zu steigern und den wachsenden Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen“, sagte Dr. Jochen Kress, geschäftsführender Gesellschafter von Mapal, bei der Eröffnung der Fabrik. „Die neu geschaffenen Kapazitäten sind für uns eine Investition in die Zukunft. Wir wollen weiter wachsen“, so Lazaro Garzo, Chef der Mapal-Tochter.

Trotz der permanenten Attacken von US-Präsident Donald Trump gilt Mexiko für Mapal als strategisch wichtiger Standort mit großem Entwicklungspotenzial. Das Land hat mit mehr als 60 Ländern Freihandels- und Kooperationsabkommen abgeschlossen. Nicht nur deshalb flossen und 2,3 Millionen Euro in den Bau der Fabrik.

© Wirtschaft Regional 08.02.2019 18:41
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