Voestalpine: Gewinn geht stark zurück

Bilanz Investitionen und eine Untersuchung des Kartellamts belasten den Konzern. Der Umsatz ist derweil gewachsen.

Linz/Schwäbisch Gmünd. Steigende Rohstoff- und Energiepreise, die globalen Handelskonflikte und die zunehmende Eskalation um den EU-Ausstieg Großbritanniens haben dazu geführt, dass sich der Voestalpine-Konzern im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahr weniger gut entwickelt als zuvor. Dennoch hat Voestalpine in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um 5,2 Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro erhöht.

Da dass Unternehmen mit großem Standort in Schwäbisch Gmünd eine Großinvestition in Linz vornehmen musste, ist der Gewinn stark zurückgegangen: Das operative Ergebnis sank um gut ein Fünftel auf 1,1 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) gar um 37 Prozent auf 526 Millionen Euro. „Während es gelungen ist, die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr weiter zu erhöhen, spiegelt die schwächere Ergebnisentwicklung neben der konjunkturellen Eintrübung auch die Auswirkungen negativer interner Einmaleffekte wider“, sagt Vorstandschef Wolfgang Eder. Zu diesen Effekten gehören auch höhere Kosten am US-Standort Cartersville, mit denen die AG zu kämpfen hat – sowie Ärger mit dem deutschen Kartellamt. Wegen einer laufenden Untersuchung habe man im dritten Quartal eine Rückstellung gebildet.

© Wirtschaft Regional 07.02.2019 20:24
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