Arbeitslosenzahl gestiegen

Statistik Anders als in den beiden Vorjahren hat es 2018 keinen Rückgang im Dezember gegeben – Arbeitslosenquote liegt im Ostalbkreis bei 2,6 Prozent.

Aalen

Insgesamt 7046 Personen waren im Dezember in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet. Das sind 51 Personen mehr als im November. Der leichte Zuwachs an Arbeitslosen schlägt sich jedoch nicht in der Arbeitslosenquote nieder. Ostwürttemberg verzeichnet weiterhin eine Quote von 2,8 Prozent. Im Ostalbkreis stieg die Zahl der Arbeitslosen um 39 auf 4583 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg zum Vormonat von 0,9 Prozent. Im Ostalbkreis beträgt die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent, im Kreis Heidenheim 3,4 Prozent.

Wie in den vergangenen Monaten liegt die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Ellwangen am niedrigsten: Sie beträgt 1,8 Prozent. Es folgen Aalen mit 2,3 Prozent, Bopfingen mit 2,7 Prozent und Schwäbisch Gmünd mit 3,1 Prozent.

„Viele Betriebe verlagern ihre geplanten Einstellungen, bedingt durch die Feiertage und den damit häufig verbundenen Urlaub, auf den Januar. Auch laufen im Dezember traditionell viele befristete Arbeitsverträge aus“, betont Elmar Zillert, Chef der Agentur für Arbeit Aalen.

Ein Anstieg bei den Arbeitslosen in einem Dezember sei nicht ungewöhnlich. Allerdings müsse man feststellen, dass es in den Dezembermonaten der vergangenen beiden Jahre durch die anhaltend gute Wirtschaftslage in Kombination mit einer milden Witterung leichte Rückgänge bei den Arbeitslosen gab. Insgesamt meldeten sich im Dezember 91 Personen mehr arbeitslos als im Vorjahresmonat.

Auch habe die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in Ostwürttemberg im Dezember abgenommen. So haben sich im Agenturbezirk 918 Personen aus Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet, demgegenüber gelang es jedoch nur 562 Personen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. „Das sind 192 Arbeitsaufnahmen weniger als noch im November“, so Elmar Zillert.

Den stärksten Zuwachs hatten wir bei den ausländischen Arbeitslosen zu verzeichnen.

Elmar Zillert
Agentur für Arbeit Aalen

Gute Entwicklung bei Über-50-Jährigen

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren im Dezember allerdings nicht alle Personengruppen betroffen. „Den stärksten Zuwachs hatten wir bei den ausländischen Arbeitslosen zu verzeichnen“, sagt Zillert:. Hier stieg die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat um 1,9 Prozent auf nun 1907 Personen an.

Damit erhöhte sich die Zahl der ausländischen Arbeitslosen in Ostwürttemberg im Dezember stärker als im Durchschnitt von Baden-Württemberg. Die Zahl der Arbeitslosen, die über 50 Jahre alt sind, reduzierte sich um 17 auf nunmehr 2768 Menschen, was ein Minus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bedeute. Die Zahl der älteren Arbeitslosen liege mit einem Anteil von 39,3 Prozent aber weiter um 3,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Der Agentur für Arbeit in Aalen wurden im Dezember 1141 neue Stellen gemeldet. Saisonbedingt ging die Zahl der gemeldeten Stellen leicht zurück. So wurden 54 Stellen weniger gemeldet als im November. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Zeitarbeit (578), verarbeitendes Gewerbe (136), Handel (70), Gesundheits- und Sozialwesen (59) und die öffentliche Verwaltung (58).

© Wirtschaft Regional 04.01.2019 15:28
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