Emag investiert in zwei Firmen

Beteiligung Die Firma mit Standort in Heubach übernimmt Beteiligungen an Unternehmen in Karlsruhe und Berlin.
  • Die Metall-3-D-Druck-Technologie von Gefertec im Einsatz.Foto: Georg Fischer

Salach/Heubach. Der Werkzeugmaschinenbauer Emag investiert weiter in die Vernetzung sowie Lösungen rund um das Megathema Industrie 4.0. Wie das Unternehmen mitteilt, habe man sich zu diesem Zweck an zwei Unternehmen beteiligt.

Die Salacher, die auch einen Standort in Heubach betrieben, übernehmen eine Minderheitsbeteiligung am Unternehmen Anacision, einem Spezialisten für Datenanalyse mit Sitz in Karlsruhe. Die Partner wollen gemeinsam Softwarelösungen für den Emag-Werkzeugmaschinenbau entwickeln – zum Beispiel im Bereich der vorausschauenden Wartung („Predictive Maintenance“), die für viele Experten eine Schlüsselinnovation der Industrie 4.0 darstellt.

Mit der Übernahme will Emag eigenen Angaben zufolge den Austausch zwischen den Branchen Informatik und Maschinenbau ausbauen. „Es muss ein gemeinsames Know-how aufgebaut werden und ein dauerhafter Austausch stattfinden – und das auch über Unternehmensgrenzen hinweg“, erklärt Emag-Chef Markus Heßbrüggen.

Ebenso eine Minderheitsbeteiligung hält Emag nun am Berliner Unternehmen Gefertec, das in der Branche als Pionier im Metall-3-D-Druck gilt. Gemeinsames Ziel der beiden Unternehmen sei die weltweite Vermarktung dieser besonders effektiven 3-D-Technologie auf Basis von Schweißdraht, so Emag. „Das Verfahren ist ausgereift, prozesssicher und effektiv – das sind Kriterien, die für unsere Investitionsentscheidung wichtig waren“, so Heßbrüggen weiter.

Zu finanziellen Details der Transaktionen äußerte sich Emag nicht. Das Salacher Unternehmen ist mit einem Umsatz von mehr als 550 Millionen Euro einer der größten Werkzeugmaschinenbauer Europas.

© Wirtschaft Regional 30.11.2018 18:33
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