Arbeitsmarkt in der Region boomt weiter

Statistik Während die Zahl der Arbeitslosen weiter sinkt, wird der Mangel an Fachkräften immer dramatischer.
  • Die Statistiker zählen immer weniger Arbeitslose in der Region. Foto: Agentur für Arbeit

Aalen. Während die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg stagniert, sinkt die Zahl der Erwerbslosen in der Region Ostwürttemberg auf den niedrigsten Stand in einem November seit 28 Jahren. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. Im November waren im Ostalbkreis 4544 Menschen erwerbslos, was einer Quote von 2,6 Prozent entspricht. Das sind 84 Arbeitslose weniger als im Oktober. Im Landkreis Heidenheim sank die Quote von 3,5 auf 3,4 Prozent. Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur: „Wir müssen je nach Witterung damit rechnen, dass wir den derzeitigen Schwung nicht vollständig über die Wintermonate retten können.“ Er blicke aber „mit Zuversicht in Richtung Jahresabschluss“. Für 2019 geht er aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher der Betriebe sowie des hohen Konsumverhaltens, von „einer weiteren positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt aus“. Die Rekordzahlen beim Abbau der Arbeitslosigkeit im Jahr 2018 werde man nicht erreichen. „Insbesondere die Handelsbeschränkungen sowie der bevorstehende Brexit wirken sich hier dämpfend aus“, so Zillert.

Die Zahl der offenen Stellen ist im November um 1195 auf nun 4853 gestiegen. „Was uns bei der Vermittlung offener Stellen zunehmend Sorge bereitet ist das immer größer werdende Missmatch.“ Heißt: Die Anforderungen der gemeldeten offenen Stellen passten immer weniger zu den vorhandenen Qualifikationen der Erwerbslosen. „Während wir Helferstellen schnell wiederbesetzt bekommen, bleiben Angebote für Fachkräfte immer länger offen“, so Zillert. „Diese Schere bekommen wir nur durch verstärkte Qualifizierung der Arbeitnehmer wieder näher zusammen.“

© Wirtschaft Regional 29.11.2018 19:38
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