Immobilien-Deals erwünscht

Expo Real Städte und Unternehmen aus Ostwürttemberg präsentieren sich auf der größten Messe für Gewerbe- und Wohnimmobilien.
  • Die Staatssekretärin im Landeswirtschaftsministerium, Karin Schütz (Mitte), hat die Vertreter von Städten und Unternehmen in Ostwürttemberg am Gemeinschaftsstand besucht. Foto: Hampp

München

Noch bis zum Mittwoch läuft die Expo Real in München: Die Wirtschaftsregion Ostwürttemberg präsentiert sich auf Deutschlands größter Immobilienfachmesse und stellt Gewerbeflächenangebote, Immobilienprojekte und innovative Entwicklungen vor. Kontakte herstellen und pflegen, Interessenten und Geschäftspartner treffen und sich über aktelle Entwicklungen im Bereich der Gewerbeimmobilien informieren: „Es geht weniger um kurzfristige Geschäftsabschlüsse“, betont Dr. Ursula Bilger, Geschäftsführerin der Wirtschaftsfördergesellschaft WiRO, die den Gemeinschaftsauftritt organisiert.

Vertreten sind die Städte Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd mit ihren Wirtschaftsförderern sowie die regionalen Unternehmen Aalener Treuhand, ADK Modulraum, Essinger Wohnbau und Merz Objektbau. Die Aalener I-Live-Immobiliengruppe, dynamisch wachsender Anbieter von Mikrowohnformen, nimmt dieses Jahr erstmals nicht am ostwürttembergischen Gemeinschaftsangebot teil, sondern präsentiert sich mit einem eigenen, geräumigen Stand zwei Hallen weiter.

Sascha Kurz, für die Wirtschaftsförderung der Stadt Aalen auf der Expo Real, berichtet von zahlreichen Anfragen bereits im Vorfeld der Messe: „Auf uns sind unter anderem Parksystem-Dienstleister, Lebensmittel-Einzelhandelsketten und Pflegeheimbetreiber zugekommen“, so Kurz. Gespräche mit Maklern und Interessenten gebe es unter anderem über eine Nutzung für das Obergeschoss im Aalener E-Center. Auch OB Thilo Rentschler besuchte die Messe.

Günther Oettinger soll Finanzierung für EATA sichern

Wir sind selbst unterwegs und suchen Kontakte.

Alexander Groll
Wirtschaftsförderer

„Wir warten nicht am Stand, sondern sind selbst unterwegs und suchen Kontakte“, erzählt Gmünds Wirtschaftsförderer Alexander Groll, der mit seinem Team unter anderem die Angebote der Lebensmittel-Einzelhändler und der Smart-City-Anbieter besucht. „Das hatte in den vergangenen Jahren Erfolg“, sagt Groll und verweist auf die Ansiedlungen von Harley Davidson sowie der Supermarktkette Tegut, die kommendes Jahr im Stadtteil Rehnenhof-Wetzgau eine Filiale eröffnet: Beide Deals seien auf der Expo Real vereinbart worden.

Für den Ellwanger Bürgermeister Volker Grab stand der wichtigste Termin bereits am Montag, dem ersten Messetag an: Beim Treffen mit EU-Haushaltskommissar Günter Oettinger setzte er sich für eine langfristige Förderung der Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie EATA auf dem ehemaligen Kasernengelände ein. Die EATA wird bereits als Leuchtturmprojekt bis 2020 von Land und EU mit mehr als neun Millionen Euro gefördert. Das will Grab gerne verlängert sehen und zieht ein positives Fazit des Gesprächs: „Wir konnten aufzeigen, dass es wichtig ist, in unserem Raum Fachkräfte auszubilden.“

Wichtigstes Projekt für Heidenheims Wirtschaftsförderer Georg Würffel ist das Gewerbegebiet Rinderberg, das die Stadt gemeinsam mit dem Entwickler Gazeley zum weitläufigen Logistikzentrum für E-Commerce machen will. Seit einem Jahr läuft die Vermarktung: „In den nächsten zwei Jahren soll ein Knopf dran“, so Würffel.

© Wirtschaft Regional 09.10.2018 17:33
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