AOK bleibt Marktführer in Ostwürttemberg

Bilanz Die Wirtschaft boomt, die Einnahmen der Krankenkassen steigen. Dennoch wird die AOK ihren Beitragssatz wohl auch 2019 nicht senken.

Schwäbisch Gmünd

Die Zahl der gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland steigt. Davon profitiert die AOK Ostwürttemberg. Das erklärte Josef Bühler, Geschäftsführer der hiesigen AOK. Aktuell sind bei der Versicherung in der Region 170 000 Menschen versichert. „Das entspricht einem Marktanteil von 44 Prozent.“ Damit bleibe man Marktführer.

Die boomende Konjunktur wirkt sich „positiv auf die Einnahmen der AOK aus“, erklärt Bühler (siehe Grafik). „Angesichts der soliden Haushaltslage wird die AOK im Land ihren Beitragssatz bei 15,6 Prozent 2019 stabil halten“, so Bühler. Eine Senkung angesichts der Milliardenrücklagen hält er für nicht wahrscheinlich. „Wir setzen in der Beitragsgestaltung auf Stabilität und Langfristigkeit.“ Zudem verwies er auf gesetzliche Veränderungen, die die AOK einiges an Geld kosten würden, etwa das Pflegepersonalstärkungsgesetz. „Dass die Pflege gestärkt wird, ist zu begrüßen. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die gesetzlichen Krankenkassen enorm belastet werden.“ Die neuen Gesetze würden zwangsläufig zu Mehrausgaben führen. „Da noch nicht abschließend klar ist, wie hoch diese sich summieren, werden wir den Beitragssatz stabil halten.“

© Wirtschaft Regional 03.10.2018 19:02
292 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?