Make Ostwürttemberg: „Bilanz fällt positiv aus“

Messe Rund 8000 Besucher kommen nach Heidenheim, um auf dem Stowe-Woodward-Areal Macher und Innovationen kennenzulernen.
  • Landrat in alternativer Realität: Klaus Pavel mit Datenbrille. Daneben: Hochschulrektor Gerhard Schneider hält den Moment fest. Foto: Hochschule Aalen/Carolin Fischer

Heidenheim

Symbolisch war der Ort, an dem die Messe „Make Ostwürttemberg“ ihre Premiere feierte: Auf dem brachliegenden Stowe-Woodward-Areal präsentierten 75 Firmen sich und ihre Innovationen. Und so ist kein Wunder, dass vor allem auch von auswärtigen Gästen der Veranstaltungsort im Produktionsgebäude der früheren Firma Stowe Woodward „auffallend oft gelobt wurde“. So lautet ein erstes Fazit der Veranstalter, neben der IHK Ostwürttemberg die Wirtschaftsförderung der Stadt Heidenheim.

Für Heidenheims OB Bernhard Ilg war die „Make“ die perfekte Verbindung von Technologie, Ausprobieren und Netzwerken: „Wir haben an einem Ort den Nährboden für die Maker-Bewegung geschaffen, die derzeit schon 40 Mitglieder hat.“ Das sind zugleich potentielle Nutzer des neuen Technolabs in Heidenheim, das im dritten Quartal 2019 eröffnet wird. Ilg erklärte zudem, dass „die Grund-DNA für Start-ups nicht in den Metropolen zu finden ist, sondern in Regionen, wo man sich auf das das Wesentliche konzentrieren könne“.

Die gute Resonanz spiegelt sich auch in den Zahlen. Insgesamt 8000 Besucher aus ganz Süddeutschland, vor allem aus Ulm, Neu-Ulm, Schwäbisch Gmünd und Aalen kamen nach Heidenheim. Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern waren 75 Aussteller auf fünf Ebenen vertreten. Zur Hochschul-, Business-, Kids-, Maker- und Start-up-Area kam die Food-Area. Hinzu kamen zahlreiche Mitmachangebote und die persönliche Präsenz der Experten.

In der Event-Area liefen an zwei Tagen 20 Vorträge zu Digitalisierungsthemen. Die 120 Plätze waren bei allen Vorträgen immer gut besetzt. Große Anziehungskraft übten der Kinderbereich und der Roboterkampf aus. Allein am Samstag traten 13 von Kindern aus Elektro- und Computerschrott gebastelte Roboter gegeneinander an. Entsprechend auffallend war auch der große Anteil von Kindern und Jugendlichen unter den Besuchern. Die Aussteller haben laut des Veranstalters „ausschließlich positive Feedbacks abgegeben“. Damit verbunden sei schon heute die Zusage zur Beteiligung an der nächsten Make. Heidenheims Wirtschaftsförderer Georg Würffel erklärte, von den Firmen positive Rückmeldungen erhalten zu haben.

Für die Besucher indes öffneten sich auf dem Industrieareal Türen zu neuen Technologien. Datenbrillen, Robotorarme oder 3D-Drucker sind nur einige Beispiele dieser neuen Technik, die die Zukunft bestimmen soll. Fast alle großen Firmen der Region, etwa Voith, Hartmann, Zeiss, Edelmann und Mapal, waren vertreten, präsentierten sich als innovative Firmen wie aber auch als attraktive Arbeitgeber.

Die Neuauflage im kommenden Jahr soll trotz der positiven Resonanz auf das Stowe-Woodward-Areal allerdings nicht mehr in Heidenheim stattfinden. Es bleibe bei der in der Region Ostwürttemberg vereinbarten Abmachung, so die IHK. Die Ausstellung sollen im jährlichen Wechsel Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen, Giengen und Heidenheim ausrichten.

© Wirtschaft Regional 27.09.2018 15:49
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