I Live baut kräftig um

Immobilienbranche Die Aalener Firmengruppe gibt sich eine neue Struktur. So soll mit einer neuen Holding das Geschäft weiter ausgebaut werden.
  • Die Geschäftsführung der neuen I Live Holding II: Simone Moser, Amos Engelhardt (Mitte), Ewald Schwenger. Foto: I-Live-Holding II
  • Am Aalener Burgstallkreisel entsteht die I-Live-Zentrale. Foto: opo

Aalen

Die I Live-Gruppe wächst seit Jahren – und die Aalener wollen nun noch eine Schippe drauf legen. Aus diesem Grund haben die geschäftsführenden Gesellschafter, neben Amos Engelhardt sind das Kai Bodamer, Thorsten Beer und Ewald Schwenger, die Gruppe umgebaut – und die neue I Live Holding II GmbH gegründet. Sie bildet in Zukunft das Dach der gesamten Gruppe. Dort sind Controlling, Marketing, Personal, Projektmanagement, Buchhaltung und Rechnungswesen gebündelt. Die neue Holding wird das Kerngeschäft der bisherigen I Live Holding GmbH übernehmen – sowie alle Mitarbeiter an den Standorten Aalen, Köln, München sowie in Österreich.

Die neue Struktur bereitet zudem den Boden für den Einstieg eines Investors, welchen Engelhardt bereits vor einigen Wochen angekündigt hatte. Um wen es sich handelt, will das Unternehmen aber erst Anfang Oktober auf der Weltleitmesse für Immobilien, Expo-Real, in München bekannt geben.

Die Gründe für den Umbau des Unternehmens sind vielfältig. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem sich die Gründungs-Gesellschafter der I Live in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln wollen“, erläutert Engelhardt. Die neue „I Live Group“ sei der passende Rahmen für Wachstum: „Mit dieser neuen Holding werden wir nun zu neuen Ufern aufbrechen.“

Er sieht viel Potenzial im Firmenumbau: „Wir haben großartige Chancen am Markt und können die Produktentwicklung so gebündelt und effektiv vorantreiben. Unser Ziel sind neue Investitionspartner und ein weiteres starkes Wachstum.“ Der Stammsitz – I Live baut am Burgstallkreisel eine neue Unternehmenszentrale – soll profitieren: „Aalen ist und bleibt unsere Heimat“, so Engelhardt. „Deshalb schaffen wir an allen Standorten neue Arbeitsplätze, auch in Aalen. Angesichts der geplanten Expansion ist es wichtig, eine gute Basis zu haben.“

Mit dieser Holding werden wir zu neuen Ufern aufbrechen.

Amos Engelhardt
geschäftsführender Gesellschafter

In München ist zudem ein neuer Standort im Aufbau. „Mit dem Produkt „Serviced Apartments“ haben hier ein neues Konzept für das Wohnen auf Zeit zwischen drei Tagen und sechs Monaten entwickelt“, erklärt Engelhardt. Zudem wird in München die neue Zentrale des Betriebes angesiedelt werden. Die Gruppe entwickelt nicht nur Projekte und Objekte, sondern betreibt diese auch nach dem Verkauf meist in Eigenregie. In den kommenden fünf Jahren rechnet Engelhardt allein am Standort München mit 100 neuen Arbeitsplätzen.

Dort, bei der Expo-Real in knapp zwei Wochen, tritt I Live erstmals mit einem eigenen Messestand auf. „Damit unterstreichen wir, dass wir für ein einzigartiges Konzept stehen, welches Mikrowohnen nicht nur konzipiert, entwickelt und baut, sondern auch mit dem I-Live-Community-Concept für die Mieter selbst betreibt“, erklärt Engelhardt. Der erfolgreiche Betrieb schließe den „Systemkreislauf“ und bilde „die Basis für die Kapitalanlage“. Die meisten Immobilienobjekte der I Live würden in einzelnen Apartments an Investoren verkauft.

Engelhardt, Bodamer und Beer hatten die I Live Holding GmbH im Jahr 2010 gegründet. Das Team aus den drei geschäftsführenden Gesellschaftern wurde später durch Schwenger verstärkt. Seither war das Unternehmen stark gewachsen. Im April 2018 gründeten Amos Engelhardt und Ewald Schwenger dann die I Live Holding II GmbH und setzen zusätzlich Simone Moser als Geschäftsführerin ein. Gemeinsam wollen sie weitere Produkte entwickeln und die Marke „I Live“ weiter in verschiedensten Bereichen etablieren. „Wir haben noch viele Ideen dazu, wie sich Wohnen in der Zukunft sowie das Leben in urbanen Städten verändern wird“, meint Engelhardt und ergänzt: „Hier wollen wir als I Live eine entscheidende Rolle spielen“.

Bei der „alten“ Holding will man es hingegen etwas ruhiger angehen lassen. „Wir setzen unseren Schwerpunkt in die weiterhin qualitative Bearbeitung von bis zu zwei Projekten im Jahr“, erklären Bodamer und Beer. „Da in der heutigen Zeit neben Qualität auch Wachstum, Tempo und unternehmerische Auslastung zählen, sind der Firmenumbau und die neue Aufteilung perfekt – so können wir in jeder Hinsicht am Markt punkten.“

© Wirtschaft Regional 26.09.2018 18:11
1935 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?