Umicore spart Rohstoff Rhodium ein

Schmuckindustrie Gmünder Unternehmen für Galvanotechnik bietet neuen Rhodium-Elektrolyt mit Platin an.

Schwäbisch Gmünd. Die Umicore Galvanotechnik in Schwäbisch Gmünd hat einen neuen Rhodium-Elektrolyt für die Schmuckindustrie und andere Branchen vorgestellt. Das Produkt „Rhodunar PT“ ermögliche eine Legierung für dekorative Oberflachen, je zur Hälfte bestehend aus Rhodium und Platin. Hintergrund sei der rasant gestiegene Weltmarktpreis für Rhodium.

„Innerhalb von nur zwei Jahren ist der Preis für Rhodium quasi ohne Atempause auf weit über 300 Prozent seines Wertes Mitte 2016 gestiegen“, teilt das Gmünder Unternehmen mit. Die hohe Nachfrage insbesondere im Bereich Autoabgaskatalysatoren mache Rhodium mittlerweile zum teuersten Edelmetall überhaupt, worauf speziell die Produzenten im dekorativen Bereich preislich nicht eingestellt seien.

Der alternative Rhodium-Elektrolyt sorge für „optisch gleichwertig strahlend weiße Rhodiumoberflachen für dekorative Anwendungen“. Durch die Hinzunahme von Platin werde das Produkt attraktiver für Endkunden, gleichzeitig würden die Beschaffungskosten durch die Halbierung des Rhodiumanteils im Vergleich zum bisherigen Produkt deutlich sinken.

Die Umicore Galvanotechnik GmbH beliefert nach eigenen Angaben Kunden in der Kommunikations-, Automotive- und Schmuckindustrie.

© Wirtschaft Regional 19.09.2018 18:16
1609 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?