Mit Punkten das Studium verkürzen

Weiterbildung Mit einer Anrechnungsdatenbank wollen Hochschulen und Verbände Berufstätigen das Studium erleichtern.

Aalen. Nach einer Berufsausbildung noch studieren – dauert viel zu lang? In Baden-Württemberg können Berufstätige, die studieren wollen, im Job erworbene relevante Kompetenzen auf ihr Studium anrechnen lassen. Damit dies künftig transparent und noch zügiger geschehen kann, soll die bundesweit einzigartige Anrechnungsdatenbank „andaba“ an der Hochschule Aalen fortgeführt, weiterentwickelt und verstetigt werden. Das teilten die Projektpartner – neben dem Wissenschaftsministerium sind das der Arbeitgeberverband Südwestmetall, der BWIHK und künftig auch der HAW BW – anlässlich des Besuchs von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer an der Hochschule Aalen am Donnerstag mit.

„Kompetenzen aus dem Beruf können auch für ein Studium wertvoll sein und angerechnet werden. Sie können damit – wie in einem Bonuspunkte-Programm – dazu beitragen, die Studienzeit zu verkürzen“, erklärte Bauer. Die Anrechnungsdatenbank sei „ein exzellentes Modell, das Transparenz für Anrechnungsentscheidungen schafft und zur Durchlässigkeit im Bildungswesen beiträgt.“

In der Datenbank werden Entscheidungen über Anrechnungen von beruflich erworbenen Kompetenzen dokumentiert. Aktuell sind mehr als 1500 dieser Entscheidungen aus verschiedenen Hochschulen erfasst.

© Wirtschaft Regional 26.07.2018 16:29
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