3E bleibt in der Familie

Jubiläum Der Oberkochener Fenstersoftware-Hersteller präsentiert zum 25-jährigen Bestehen Moritz und Marlene Ebert als künftige Firmenchefs.
  • Mit Gästen haben sie das Jubiläum gefeiert und lenken künftig zu viert die Geschicke ihres Unternehmens 3E Datentechnik (von links): Gerhard, Moritz, Christine und Marlene Ebert. Foto: 3E

Oberkochen/Heidenheim

Das Familienunternehmen 3E aus Oberkochen ist seit 25 Jahren erfolgreich mit Software für Fensterhersteller. Zum Jubiläum haben die Chefs des Systemhauses, Christine und Gerhard Ebert, ihre Nachfolger präsentiert. Sohn Moritz Ebert und Tochter Marlene Ebert werden das Unternehmen nach einer Übergangsphase fortführen. Spätestens in drei Jahren, so Gerhard Ebert, soll der endgültige Stabwechsel stattfinden.

Mit rund 250 Kunden und Mitarbeitern feierte die Familie in der Heidenheimer Voith-Arena das Jubiläum und die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. 1993 hatten Ebert und zwei Mitgesellschafter mit einer grafischen Fensterbausoftware begonnen, die auf Windows 3.1 basierte und Maßstäbe setzte. „Das waren ähnliche Anfänge wie bei meinen Altersgenossen Steve Jobs und Bill Gates“, erinnert sich der 63-jährige Ebert an die Zeit, in der unter einfachen Bedingungen zunächst nur programmiert wurde. Heute hat die Firma weltweit 85 Mitarbeiter, seit 2015 ein modernes Bürogebäude in Oberkochen und kommt inklusive Schwesterfirmen auf einen Umsatz von 9,5 Millionen Euro. Mit ihrer Branchensoftware 3E-Look ist sie deutschlandweit die Nummer Zwei im Bereich der Holz- und Kunststofffensterherstellung. „Wir streben an, hier die Nummer Eins zu werden“, so Ebert.

Expansion auf dem chinesischen Markt

Das waren ähnliche Anfänge wie bei meinen Altersgenossen Steve Jobs und Bill Gates.

Gerhard Ebert
Firmengründer

Daran soll auch die kommende Generation mitwirken. Der heute 21-jährige Moritz Ebert hat International Business Management studiert und wird nun zunächst bei externen Unternehmen – Fensterbauern und Softwarefirmen – Erfahrungen sammeln. Aber auch im Unternehmen selbst steigt er ein und leitet eine Kundenbefragung. Seine Schwester Marlene Ebert, 30, hat Englisch, Politikwissenschaft und Wirtschaft studiert und sieht ihre Stärken in den Bereichen Personal, Marketing und Internationales. Beide sollen die weitere Expansion der Firma vorantreiben. Auch darüber hinaus freue sich das Unternehmen jederzeit über qualifizierte Bewerbungen, betont Gerhard Ebert.

3E versorgt 480 Fensterhersteller mit Software. Neben Deutschland ist das Unternehmen unter anderem in Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden sowie in Nordamerika und Russland tätig. „Besonderes Potenzial gibt es in China“, betont der designierte Unternehmenschef Moritz Ebert. 3E hat dort eine Schwesterfirma gegründet und beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter. Das Engagement dort soll, ebenso wie die Aktivitäten der Softwareschmiede in Skandinavien, ausgebaut werden.

© Wirtschaft Regional 04.07.2018 18:27
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