SHW WM: Insolvenz zieht Kreise

Sanierung Auch eine SHW-WM-Partnerfirma aus Ostfriesland hat Insolvenz beantragt –Verwirrung durch dpa.

Aalen/Weener. Fast vier Millionen Euro hat die insolvente SHW WM vor zweieinhalb Jahren in einen Standort im ostfriesischen Weener investiert. Nun ist die dort angesiedelte „SHW Werkzeugmaschinen Technologie- und Service GmbH“ ebenfalls insolvent. Laut des zuständigen, vorläufigen Insolvenzverwalters Alexander Naraschewski aus Wilhelmshaven ist das eine Konsequenz aus der Schieflage in Aalen: „Die SHW WM ist der größte Kunde des Betriebs.“

Aktuell seien in Weener neun Mitarbeiter und zwei Auszubildende beschäftigt. Sie sind mit Montage und Reparatur der SHW-WM-Anlagen betraut sowie im Service tätig. Geschäftsführer ist der bei SHW WM nicht mehr tätige Christian Hühn. Bei der Firma in Weener handelt es sich laut Naraschewski nicht um eine klassische Tochterfirma der Aalener, sondern um ein Unternehmen mit einer ähnlichen Gesellschafterstruktur. Der Anwalt soll den Betrieb sanieren und steht dabei mit Martin Mucha in Kontakt, dem vorläufigen Insolvenzverwalter von SHW WM.

Unterdessen wies die SHW AG per Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, nicht von der Insolvenz der SHW WM betroffen zu sein. Eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa mit Titel „Wegen Russland-Sanktionen – SHW trotz voller Auftragsbücher insolvent“ hatte für einige Verwirrung gesorgt.

© Wirtschaft Regional 25.05.2018 19:39
2381 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?